Gentechnikpolitik
Gentechnikpolitik
Das Umweltinstitut München e.V. sprach im März diesen Jahres mit dem Kanadier Pat Mooney, Direktor der internationalen Organisation ETC (Action Group on Erosion, Technology and Concentration), über Terminator-Technologie und den Erlass 81 im Irak.
Die Schweizer Bevölkerung hat sich per Volksentscheid für ein fünfjähriges Gentechnik-Moratorium in der Landwirtschaft ausgesprochen. Bis zum November 2010 ist somit der kommerzielle Anbau gentechnisch veränderter (gv) Pflanzen, der Import von gv-Saatgut und die Einfuhr sowie die landwirtschaftliche Nutzung transgener Tiere in der Schweiz verboten.
Das Recht zum so genannten Schutz landwirtschaftlicher Sorten hat sich in den letzten Jahren zunehmend verschärft. Auf nationaler und internationaler Ebene findet eine fortschreitende Kommerzialisierung von Saatgut statt; dieser Trend führt dazu, dass Bäuerinnen und Bauern immer mehr Rechte verlieren. In Deutschland zum Beispiel verpflichten Nachbaugebühren die LandwirtInnen für die Ernte von Lizenzsaatgut zu zahlen, wollen sie von diesem im Folgejahr erneut aussäen.
Italienische Verbände hatten sich während der Überarbeitung der EU-Bio-Verordnung sehr für eine Null-Toleranz gegenüber gentechnischen Verunreinigungen stark gemacht. Das zeigte, wie auch die starke Beteiligung an einer Befragung von unten im vergangenen Jahr, dass die Kritik an der Agro-Gentechnik hier in speziellen Bahnen verläuft, die Luca Colombo nachzuzeichnen versucht.


