Globalisierung
Globalisierung
Mit Blick auf die biologische Vielfalt sind Strategien der Erhaltung der Biodiversität unauflösbar verquickt mit Strategien der Inwertsetzung genetischer Ressourcen. Gleichzeitig bieten sie lokalen Akteuren wenn auch nur geringe Chancen, ihre Naturverhältnisse nach lokalen Erfahrungen und im Rückgriff auf, aber unter Transformation von traditionalem Wissen selbst zu gestalten.
Mit Blick auf die biologische Vielfalt sind Strategien der Erhaltung der Biodiversität unauflösbar verquickt mit Strategien der Inwertsetzung genetischer Ressourcen. Gleichzeitig bieten sie lokalen Akteuren wenn auch nur geringe Chancen, ihre Naturverhältnisse nach lokalen Erfahrungen und im Rückgriff auf, aber unter Transformation von traditionalem Wissen selbst zu gestalten.
In Südafrika wird fast nur noch genmanipulierte Baumwolle angebaut. Auch die meisten Kleinbauern sind umgestiegen. Doch die Bauern verdienen kaum noch Geld mit Baumwolle, weil der Weltmarktpreis sinkt. Daran ändert auch die Technik nichts.
Wenn sich im Juni 2007 im Ostseebad Heiligendamm die Regierungschefs der G8-Staaten treffen, so wird deren Jahreskonferenz auch von Protesten aus der Zivilgesellschaft begleitet werden. Vielerorts steht das nächste Gipfeltreffen der G8 auf der Tagesordnung: In Umweltverbänden, entwicklungspolitischen Initiativen, linken und antirassistischen Netzwerken, Gewerkschaften, Parteien oder lokalen Anti-G8-Bündnissen.
Auf den ersten Blick erinnert die Globalisierung der klinischen Forschung an die Globalisierung anderer wirtschaftlicher Produktionsbereiche wie der Lebensmittel- und Kleidungsindustrie. Was unterscheidet die neuen Abhängigkeitsstrukturen von den alten? Der US-amerikanische Anthropologe und Historiker Kaushik Sunder Rajan stellt Überlegungen zum Charakter der globalen biotechnologischen Beziehungen an.
Mit seinem Anfang des Jahres auf Deutsch erschienenen Buch „Biokapitalismus“ hat der US-amerikanische Wissenschaftsanthropologe Kaushik Sunder Rajan der Debatte zum Verhältnis von Lebenswissenschaften und Ökonomie einen neuen Impuls hinzugefügt. Mit dem „Biokapital“ unternimmt Rajan den Versuch, analog zum Finanz- oder Kaufmannskapital eine besondere historische Ausprägung kapitalistischer Wertschöpfungsformen zu benennen.


