Jump to Navigation

Genbanken

Genbanken

GID 181
Das Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung will in einem Versuchsanbau gentechnisch veränderten Weizen freisetzen. Das hat etwa 30.000 Menschen dazu gebracht, eine Einwendung gegen den Antrag zu unterstützen.
Dass der Erhalt pflanzengenetischer Ressourcen in seiner Bedeutung zunehmen wird, ist unbestritten. Während es zahllose traditionelle Wege gibt, die Biodiversität von Nutzpflanzen zu erhalten, hat sich die "moderne" Agrarforschung ihrer erst vor etwa dreißig Jahren angenommen - nicht nur zum Vorteil für die genetische Vielfalt.
Im vergangenen Jahr wurde in Gatersleben auf dem Gelände von Deutschlands größter Genbank im Rahmen eines Freisetzungsversuches Winterweizen ausgesät. Der "Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg" (VERN) hat dagegen geklagt.
Sammlungen von Pflanzensorten sind von der Verunreinigung mit gentechnischem Material besonders bedroht. Für die Pflanzenzüchtung sind die genetischen Ressourcen von existenzieller Bedeutung.
Am Standort der Genbank in Gatersleben will die Firma Novoplant in diesen Tagen einen Freisetzungsversuch mit gentechnisch veränderte Erbsen starten. Geht es nach den 75.000 Menschen, die dagegen ihren Einwand formuliert haben, wird es nicht dazu kommen.
In Norwegen haben die Bauarbeiten zur weltweit womöglich sichersten Genbank für Nutzpflanzenarten begonnen. Das "Erbe der Menschheit" soll hier künftig effektiv vor den Folgen von Klimakatastrophen und Kriegen geschützt werden.
Am Standort der Genbank in Gatersleben (Sachsen-Anhalt) arbeiten zunehmend auch Arbeitsgruppen und Firmen mit GVO. Im Winter wurde gv-Weizen freigesetzt, in diesem Jahr sollen gv-Erbsen hinzukommen. Die "Biotechnologie-Offensive" der Regierung von Sachsen-Anhalt gefährdet die wertvollen pflanzengenetischen Ressourcen der Genbank.