BASF
- (Berlin, 02. März 2010) Der Chemiekonzern BASF hat heute eine Zulassung für den kommerziellen Anbau der gentechnisch veränderten Stärkekartoffel "Amflora" bekommen. Damit ist die EU-Kommission dem langjährigen Drängen des Konzerns nachgekommen. Bemerkenswert ist besonders die Zulassung als Futter- und Lebensmittel. ... oder ist diese Entscheidung doch der Todesstoß für Amflora?
- Im sachsen-anhaltinischen Üplingen gibt es seit Juli dieses Jahr einen Schaugarten, in dem in erster Linie gentechnisch veränderte Pflanzen gezeigt werden sollen. Ein Besuch.
- Der weltweite Saatgutmarkt wird von wenigen Konzernen dominiert und die Konzentration schreitet weiter voran. Gentechnisch verändertes Saatgut spielt dabei im Moment eine untergeordnete Rolle - lässt für die Zukunft jedoch gute Geschäfte erhoffen. Der US-amerikanische Monsanto-Konzern und die BASF kooperieren bei der Entwicklung neuer Saaten, Patente sollen die Profite absichern.
Geht es nach der Europäischen Kommission und dem Chemie- und Gentechnikunternehmen BASF, sollen schon bald gentechnisch veränderte Kartoffeln auf die Felder kommen, um industrielle Rohstoffe zu liefern. Am weitesten fortgeschritten in der Europäischen Union ist das Zulassungsverfahren für die BASF-Stärkekartoffel Amflora.
- Bei der EU liegt ein Zulassungsantrag von BASF für den Anbau einer gentechnisch veränderten Kartoffel vor, über den die EU-UmweltministerInnen am 20. Februar entscheiden sollen. Die BASF scheint zuversichtlich, hat sie doch bereits Mitte Januar über 150 Hektar für den Anbau in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern angemeldet. Und dennoch regt sich kein Sturm der Entrüstung, geht kaum jemand auf die Barrikaden. Fünf gute Gründe, sich dennoch gegen die Zulassung der BASF-Gentech-Kartoffeln zu engagieren.
