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EFSA

Vor der Wiederzulassung: Monsantos gentechnisch veränderter Mais MON810 soll weiter in Europa angebaut werden dürfen - trotz der Risiken für die Umwelt!
Juni 2005
Mit der Gründung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit sollten Lebensmittelskandale wie BSE vermieden oder möglichst früh erkannt werden. Zwei Jahre nachdem die EFSA ihre Arbeit aufgenommen hat, scheint von diesen hehren Idealen nichts mehr übrig geblieben zu sein.
April 2008
Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer spricht sich für einen Stopp bei den Zulassungen von gentechnisch veränderten Organismen und die Reformierung des Verfahrens aus. Mit seinen Vorschlägen aber irrt der Minister
Februar 2009
Die einzige gentechnisch veränderte Pflanze, die aktuell in Europa kommerziell angebaut werden darf, ist der Insektengift produzierende Mais MON810 des US-Gentechnikkonzerns Monsanto. Mit einer zweifelhaften Übergangsgenehmigung ausgestattet wird er in Europa auf geringer Fläche angebaut. Seit Jahren mehrt sich die Kritik.
Februar 2009
Die Beobachtung von gentechnisch veränderten Organismen ist Pflicht, so steht es im Gesetz. Bei der Umsetzung blieb bisher jedoch vieles offen.
Berlin und Bonn. Unterstützt von mehreren Verbänden und Stiftungen hat das Gen-ethische Netzwerk (GeN) heute einen Aufruf an Bundesminister Seehofer und die EU-Politik gestartet, in dem ein Kurswechsel in der Risikobewertung der Agro-Gentechnik gefordert wird.
Crash test for GM maize -Strengthen independent risk research The petitiion and the background material is also available in English.
Oktober 2008: Das Gen-ethische Netzwerk hat sich an dem Konsultationsprozess der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zur Überarbeitung des so genannten „Guidance Document for the Risk Assessment of genetically modified plants and derived food and feed” (draft guidance document) beteiligt und die entsprechenden Kommentare an die beiden in Deutschland zuständigen Bundesminister, Horst Seehofer (CSU) und Sigmar Gabriel (SPD) geschickt.
(Berlin und München, 11. Mai 2010) Eine Koalition aus vierzig Verbänden geht juristisch gegen die EU-Anbauzulassung für die gentechnisch veränderte Amflora-Kartoffel des deutschen Chemiekonzerns BASF vor. Die Aktion GEN-Klage, an der das Gen-ethische Netzwerk beteiligt ist, ist der festen Überzeugung, dass die Zulassung an verschiedenen Stellen gegen europäisches Recht verstößt. Das Verfahren stellt zudem eine gute Gelegenheit dar, ein neues Werkzeug auszuprobieren: die Aarhus-Konvention.
Der neue Gentechnik-Kommissar der Europäischen Union, John Dalli, macht Ernst: Zum ersten Mal seit 1998 hat er jetzt eine Gentechnikpflanze für den Anbau in Europa zugelassen. Der Gentechnik-Kartoffel „Amflora“ von BASF sollen bald weitere Zulassungen für Gentechnik-Mais folgen. Die Bundesregierung steht hinter dieser neuen Linie der EU-Kommission. Für den Anbau 2010 ist es zwar zu spät. Aber wenn wir uns jetzt nicht wehren, werden BASF, Monsanto und Syngenta auch gegen den Willen der Bevölkerung im nächsten Frühjahr Europa mit ihren Gentechnikprodukten überschwemmen.
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