EFSA
- Die Beobachtung von gentechnisch veränderten Organismen ist Pflicht, so steht es im Gesetz. Bei der Umsetzung blieb bisher jedoch vieles offen.
- Die einzige gentechnisch veränderte Pflanze, die aktuell in Europa kommerziell angebaut werden darf, ist der Insektengift produzierende Mais MON810 des US-Gentechnikkonzerns Monsanto. Mit einer zweifelhaften Übergangsgenehmigung ausgestattet wird er in Europa auf geringer Fläche angebaut. Seit Jahren mehrt sich die Kritik.
Oktober 2008: Das Gen-ethische Netzwerk hat sich an dem Konsultationsprozess der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zur Überarbeitung des so genannten „Guidance Document for the Risk Assessment of genetically modified plants and derived food and feed” (draft guidance document) beteiligt und die entsprechenden Kommentare an die beiden in Deutschland zuständigen Bundesminister, Horst Seehofer (CSU) und Sigmar Gabriel (SPD) geschickt.
- Berlin und Bonn. Unterstützt von mehreren Verbänden und Stiftungen hat das Gen-ethische Netzwerk (GeN) heute einen Aufruf an Bundesminister Seehofer und die EU-Politik gestartet, in dem ein Kurswechsel in der Risikobewertung der Agro-Gentechnik gefordert wird.
Crash test for GM maize -Strengthen independent risk research The petitiion and the background material is also available in English. - Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer spricht sich für einen Stopp bei den Zulassungen von gentechnisch veränderten Organismen und die Reformierung des Verfahrens aus. Mit seinen Vorschlägen aber irrt der Minister
- Mit der Gründung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit sollten Lebensmittelskandale wie BSE vermieden oder möglichst früh erkannt werden. Zwei Jahre nachdem die EFSA ihre Arbeit aufgenommen hat, scheint von diesen hehren Idealen nichts mehr übrig geblieben zu sein.
