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gv-Mais

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Vor der Wiederzulassung: Monsantos gentechnisch veränderter Mais MON810 soll weiter in Europa angebaut werden dürfen - trotz der Risiken für die Umwelt!
Spanien ist der größte Produzent von gentechnisch verändertem Mais in Europa. Aber es gibt dort kein detailliertes Standortregister und nur einen minimalen Sicherheitsabstand zu konventionellen und ökologisch bewirtschafteten Feldern.
Neue Untersuchungen zeigen, dass Eiweiß-Moleküle aus gentechnisch veränderten Pflanzen in der Lage sind, deutliche Immunreaktionen, zum Beispiel Entzündungen, auszulösen. Während österreichische Wissenschaftler betonen, dass die gentechnisch erzeugten Proteine andere, bis dato keine Immunantwort auslösende, Eiweiße „anstecken”, zeigen italienische Forscher die Notwendigkeit, besonders empfindliche Testgruppen, zum Beispiel sehr junge Versuchstiere, zu untersuchen.
Weil die Bundeslandwirtschaftsministerin öffentlich über ein Verbot eines gentechnisch veränderten Mais nachdenkt, bekam sie nun Post von einem Wissenschaftler, der diese Pflanze untersucht hat. Über die Krise der so genannten Biosicherheitsforschung - nicht nur in Deutschland.
Dass Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) den gentechnisch veränderten Mais MON810 verboten hat, konnte Monsanto nicht kommentarlos hinnehmen. Der Konzern, der die Rechte an dem Mais hält und diesen auch entwickelt hat, steht nun vor Gericht einer Behörde gegenüber, die eigentlich seiner Meinung ist. Mit am Tisch: Das Vorsorgeprinzip.
Der Naturschutzbund (NABU) hat im Dezember des vergangenen Jahres unter dem Titel „Untersuchungen zum Eintrag und zu Risiken von Bt-Mais in Gewässerökosysteme” zu einer Veranstaltung über die Forschung an gentechnisch veränderten Pflanzen eingeladen. Vergiftet sind Organismen und Debatte.
Der Naturschutzbund (NABU) hat im Dezember des vergangenen Jahres unter dem Titel „Untersuchungen zum Eintrag und zu Risiken von Bt-Mais in Gewässerökosysteme” zu einer Veranstaltung über die Forschung an gentechnisch veränderten Pflanzen eingeladen. Vergiftet sind Organismen und Debatte.
Ende Juni veröffentlichte die Nichtregierungsorganisation Testbiotech Unterlagen der Industrie, die den Mais „SmartStax“ betreffen. Daraus geht nach Ansicht von Testbiotech hervor, dass die Risiken dieser gentechnisch veränderten Maislinie von der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA nicht ausreichend geprüft wurden.
Wenn Pollen des gentechnisch veränderten Mais MON810 im Honig gefunden wird, ist das für die betroffenen ImkerInnen sehr ärgerlich. Der Europäische Gerichtshof entscheidet nun im Sinne des Verbraucherschutzes.