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Mais

Der Bt-Mais MON810 der Firma Monsanto ist eine der dienstältesten gentechnisch veränderten (gv) Pflanzen weltweit. Während Anfang der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts die vermeintliche Präzision der Gentechnik zum Beispiel mit Bildchen von Enzymen als zielgenauen „Scheren” dargestellt wurde, setzte Monsanto zur Entwicklung von MON810 bereits so genannte Genkanonen ein. Mit diesen werden neue Genfragmente mit Hilfe von Partikeln in Zellen geschossen. Wie die letztendlich integrierten DNA-Sequenzen aussehen und an welchem Ort sie tatsächlich eingebaut werden, ist auch 2008 noch unklar. Gv-Pflanzen waren, sind und bleiben Zufallsprodukte.
Oktober 2005
Heimlich hat Frankreichs Genmais-Lobby in diesem Jahr Fakten geschaffen. Die Fläche mit Bt-Mais soll bis auf 1000 Hektar erhöht worden sein, die Ernte nach Spanien verkauft werden. In Frankreich fehlt es an Regeln für den kommerziellen Anbau.
Heutzutage sind mehrere hundert Resistenzen von landwirtschaftlichen Schädlingen gegen Insektizide bekannt. Auf landwirtschaftliche Systeme zugeschnittene Resistenzmanagement-Programme in den USA dienen dazu, Resistenzentwicklungen der Schädlinge zu vermeiden beziehungsweise hinauszuzögern. Was aber, wenn die Festlegung einer Refugien-Strategie auf dünner wissenschaftlicher Basis erfolgt und die Bauern die Vorschriften teilweise ignorieren?
April 2006
Die Europäische Kommission schlägt derzeit Pfähle ein, wie die zukünftige Gentechnikpolitik der EU auszusehen hat. Sie entwirft Konzepte, verteilt üppige Forschungsgelder für die Gentechnik, lässt neue gentechnisch veränderte Nutzpflanzen zu und verweist die rechtliche Regelung von Kontamination und Koexistenz in die Mitgliedsstaaten. Dabei setzt sie sich über den Willen der Verbraucherinnen und Verbraucher und der Regierungen vieler Mitgliedsstaaten hinweg.
April 2006
Die Bush-Regierung feiert den Spruch des WTO-Gerichtes gegen die EU. Dabei können Staaten laut Urteil Importe gentechnisch veränderter Lebensmittel verhindern.
Oktober 2006
In deutschen Lebensmittelgeschäften sind zunehmend Produkte zu finden, die gentechnisch veränderte (gv) Bestandteile enthalten. Untersuchungen in fünf Bundesländern ergaben: Jedes vierte sojahaltige Nahrungsmittel enthält gv-Soja.
August 2004
Ignacio Chapela, in Mexiko geborener Assistenzprofessor für Biologie an der Universität in Berkeley (USA), fand bei einer Untersuchung von mexikanischen Mais-Landsorten gentechnisch verändertes Material. Seine Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin Nature publiziert. Später distanzierten sich die Herausgeber von dem Artikel - ein bis dato einmaliger Vorgang in der mehr als hundertjährigen Geschichte des Magazins.
April 2005
Der schweizerische Agrar- und Chemiekonzern Syngenta musste zugeben, dass seit dem Jahre 2001 in den USA gentechnisch veränderter Mais in den Verkehr gebracht wurde, der nicht zugelassen ist. Der Mais mit dem Genkonstrukt Bt10 ist insektenresistent und trägt ein Antibiotika-Resistenzmarkergen gegen
Ampicillin.
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