Mais
- Neue Untersuchungen zeigen, dass Eiweiß-Moleküle aus gentechnisch veränderten Pflanzen in der Lage sind, deutliche Immunreaktionen, zum Beispiel Entzündungen, auszulösen. Während österreichische Wissenschaftler betonen, dass die gentechnisch erzeugten Proteine andere, bis dato keine Immunantwort auslösende, Eiweiße „anstecken”, zeigen italienische Forscher die Notwendigkeit, besonders empfindliche Testgruppen, zum Beispiel sehr junge Versuchstiere, zu untersuchen.
- Die Beimischung von Agrar-Treibstoffen zu fossilem Diesel und Benzin ist politsch gewollt. Unternehmen erweitern ihre Kapazitäten aufgrund der zu erwartenden Nachfrage. Ein nachhaltiges Konzept beziehungsweise eine Prüfung, welcher Bedarf gedeckt werden kann, fehlen bisher.
- Vor rund 10.000 Jahren begannen Mexikos BewohnerInnen, Mais zu kultivieren. In diesem Ursprungszentrum wollen nun transnationale Unternehmen den experimentellen Anbau von transgenem Mais vorantreiben. Eine Kontamination der mehr als 60 heimischen Landsorten wäre gewiss.
Der Bt-Mais MON810 der Firma Monsanto ist eine der dienstältesten gentechnisch veränderten (gv) Pflanzen weltweit. Während Anfang der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts die vermeintliche Präzision der Gentechnik zum Beispiel mit Bildchen von Enzymen als zielgenauen „Scheren” dargestellt wurde, setzte Monsanto zur Entwicklung von MON810 bereits so genannte Genkanonen ein. Mit diesen werden neue Genfragmente mit Hilfe von Partikeln in Zellen geschossen. Wie die letztendlich integrierten DNA-Sequenzen aussehen und an welchem Ort sie tatsächlich eingebaut werden, ist auch 2008 noch unklar. Gv-Pflanzen waren, sind und bleiben Zufallsprodukte.
- Die VERBIO AG gehört zu den grössten Herstellern von Bioethanol und Biodiesel in Deutschland. Der GID führte ein Gespräch, in dem es unter anderem um den Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen bei der Produktion von Agrar-Kraftstoffen und eine nicht mehr bestehende Koexistenz-Vereinbarung mit Monsanto geht.
- Der Bt-Mais wie wir ihn kennen, scheint ein Auslaufmodell zu sein. Die Industrie setzt zunehmend auf die Kombination von verschiedenen Eigenschaften, insbesondere auf insekten- und herbizidresistente Pflanzen. Risiken werden dadurch zunehmen.
- Mais ist neben Weizen und Reis die wichtigste Nutzpflanze der Welt. Entsprechend ist es nicht verwunderlich, wenn sich auch die Gentechnik dieser Pflanze annimmt. In Europa ist Mais die einzige Pflanze, die gentechnisch verändert auch kommerziell angebaut wird.
- Der Anbau von gentechnisch verändertem Mais in Deutschland hat in diesem Jahr erneut zugenommen. Über die Gründe lässt sich trefflich spekulieren. Die Rahmenbedingungen haben sich gegenüber den Vorjahren hier und da geändert.
- Der schweizerische Agrar- und Chemiekonzern Syngenta musste zugeben, dass seit dem Jahre 2001 in den USA gentechnisch veränderter Mais in den Verkehr gebracht wurde, der nicht zugelassen ist. Der Mais mit dem Genkonstrukt Bt10 ist insektenresistent und trägt ein Antibiotika-Resistenzmarkergen gegen
Ampicillin.
