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MON810

MON810

Der Bt-Mais MON810 der Firma Monsanto ist eine der dienstältesten gentechnisch veränderten (gv) Pflanzen weltweit. Während Anfang der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts die vermeintliche Präzision der Gentechnik zum Beispiel mit Bildchen von Enzymen als zielgenauen „Scheren” dargestellt wurde, setzte Monsanto zur Entwicklung von MON810 bereits so genannte Genkanonen ein. Mit diesen werden neue Genfragmente mit Hilfe von Partikeln in Zellen geschossen. Wie die letztendlich integrierten DNA-Sequenzen aussehen und an welchem Ort sie tatsächlich eingebaut werden, ist auch 2008 noch unklar. Gv-Pflanzen waren, sind und bleiben Zufallsprodukte.
Vor der Wiederzulassung: Monsantos gentechnisch veränderter Mais MON810 soll weiter in Europa angebaut werden dürfen - trotz der Risiken für die Umwelt!
In die Diskussion um die Kennzeichnung von Produkten von Tieren, die mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert worden sind, kommt endlich Bewegung. Der Verbraucherzentrale Bundesverband legte im November einen konkreten Vorschlag vor und trifft damit im Bundeslandwirtschaftsministerium auf offene Ohren.
Im sachsen-anhaltinischen Üplingen gibt es seit Juli dieses Jahr einen Schaugarten, in dem in erster Linie gentechnisch veränderte Pflanzen gezeigt werden sollen. Ein Besuch.
Die einzige gentechnisch veränderte Pflanze, die aktuell in Europa kommerziell angebaut werden darf, ist der Insektengift produzierende Mais MON810 des US-Gentechnikkonzerns Monsanto. Mit einer zweifelhaften Übergangsgenehmigung ausgestattet wird er in Europa auf geringer Fläche angebaut. Seit Jahren mehrt sich die Kritik.
Pollenmonitoring kann eine hilfreiche Methode sein, um herauszufinden, auf welchem Wege geschützte Tierarten mit dem Gift aus gentechnisch veränderten insektenresistenten Maissorten in Kontakt kommen. Dafür liegen nun standardisierte Messmethoden vor, die in Brandenburg bereits angewandt werden.
Der Freistaat hat sich zu einem der Hauptschauplätze in der deutschen Auseinandersetzung um den Einsatz der Agro-Gentechnik entwickelt.
Weil die Bundeslandwirtschaftsministerin öffentlich über ein Verbot eines gentechnisch veränderten Mais nachdenkt, bekam sie nun Post von einem Wissenschaftler, der diese Pflanze untersucht hat. Über die Krise der so genannten Biosicherheitsforschung - nicht nur in Deutschland.
Bienenvölker, die gleichzeitig mit dem Parasiten Nosema befallen waren und den Pollen des gentechnisch veränderten Mais MON810 zu fressen bekamen, brachen in einer Untersuchung deutlich früher zusammen als solche, die mit konventionellem Maispollen gefüttert worden waren.