Reprotechnologien

Eizellen„-spende“ und „Leihmutterschaft“ sind in Deutschland verboten, das regelt das Embryonenschutzgesetz (EschG). Um solche  Reproduktionstechnologien dennoch zu nutzen, reisen Schätzungen zufolge jedes Jahr bis zu 3.000 deutsche Paare ins Ausland. Der starke Kinderwunsch dieser Paare, das vermeintliche Kindeswohl, die mit dem Reproduktionstourismus verbundenen Probleme, ein postuliertes „Recht“ auf ein eigenes Kind - diese Argumente werden von unterschiedlichen Gruppen verstärkt vorgebracht, um die Verabschiedung eines „modernen“, liberalen Fortpflanzungsmedizingesetzes voranzubringen.

Selten thematisiert werden die geringen Erfolgsaussichten reproduktiver Technologien oder alternative Möglichkeiten der Familiengründung wie Pflegekinder oder Co-Parenting. Die Probleme und Rechte von „Spenderinnen“ und „Leihmüttern“ kommen in diesen Diskursen noch weniger vor.

Beiträge zu diesem Thema

  • Für reproduktive Gerechtigkeit!

    Von
    GeN ,

    Ein feministisches Netzwerk plädiert dafür, das Verbot von Eizell"spende" und "Leihmutterschaft" aufrechtzuerhalten. Die Stellungnahme wurde am 10. Januar auf einer Veranstaltung des GeN und BiosKop in Berlin vorgestellt.

  • Kinder auf Kosten anderer

    Von
    GeN ,

    Über die Veranstaltung des GeN "Wunschkinder durch globalisierte Ausbeutung?" wurde am 12.01.20 im RBB und am 17.01.20 in der taz berichtet. Ein Artikel im Neuen Deutschland hatte zuvor die Stellungnahme des feministischen Netzwerks thematisiert, die bei der Veranstaltung vorgestellt wurde.

  • Wunschkinder durch globalisierte Ausbeutung?

    Von
    GeN ,

    Derzeit wird intensiv über eine Legalisierung von „Eizellspende“ und „Leihmutterschaft“ in Deutschland diskutiert. Ein feministisches Netzwerk stellt dazu seine kritische Stellungnahme der Öffentlichkeit vor.

  • Lobby für Liberalisierung

    Von
    Kirsten Achtelik , 14. August 2019

    Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat Anfang Juni 2019 die Stellungnahme „Fortpflanzungsmedizin in Deutschland – für eine zeitgemäße Gesetzgebung“ veröffentlicht, in der ein neues, sehr liberales Fortpflanzungsmedizinrecht gefordert wird.

  • Fundis für Föten

    Von
    Kirsten Achtelik , 20. Mai 2019

    Die „Lebensschutz“-Bewegung behauptet sich für Behinderte einzusetzen. Tatsächlich geht es ihr aber vor allem um das Verhindern von Schwangerschaftsabbrüchen. In diesem Punkt trifft sie sich mit der AfD, in anderen versucht die „Lebensschutz“-Bewegung sich von der AfD zu distanzieren.