Reprotechnologien

Piktogramm: Petrischale mit Eizelle und Spermien

Eizell„spende“ und „Leihmutterschaft“ sind in Deutschland verboten, das regelt das Embryonenschutzgesetz (EschG). Um solche Reproduktionstechnologien dennoch zu nutzen, reisen Schätzungen zufolge jedes Jahr bis zu 3.000 deutsche Paare ins Ausland. Der starke Kinderwunsch dieser Paare, das vermeintliche Kindeswohl, die mit dem Reproduktionstourismus verbundenen Probleme, ein postuliertes „Recht“ auf ein eigenes Kind – diese Argumente werden von unterschiedlichen Gruppen verstärkt vorgebracht, um die Verabschiedung eines „modernen“, liberalen Fortpflanzungsmedizingesetzes voranzubringen.

Selten thematisiert werden die geringen Erfolgsaussichten reproduktiver Technologien und alternative Möglichkeiten der Familiengründung wie Pflegekinder oder Co-Parenting. Die Probleme und Rechte von „Spenderinnen“ und „Leihmüttern“ kommen in diesen Diskursen noch weniger vor.

Beiträge zu diesem Thema

  • Im Paket enthalten: Selektion

    Puppe mit Stoffkörper und weißen Socken umgeben von verschiedenen Haarsträhnen, bunten Puppenaugen, einer Schere, kleinen Schuhen und Nähzubehör auf hellem Untergrund
    Von
    11. Mai 2026

    Etwa jedes sechste Paar in Deutschland ist ungewollt kinderlos. Immer mehr Menschen nehmen zur Erfüllung ihres Kinderwunsches assistierte Reproduktion im In- und Ausland in Anspruch. Und zahlen dafür. Welche Rolle spielen genetische Tests als Zusatzleistung? 

  • Money makes the belly round

    Geschäftsleute sitzen an einem ovalen Holztisch mit eingearbeiteter Form einer Gebärmutter und arbeiten mit Laptop, Tablet und Dokumenten
    Von
    7. Mai 2026

    Was kostet eine Kinderwunschbehandlung? Sollten Eizell„spender*innen“ entlohnt werden? Und was ist der Preis für eine Leihschwangerschaft? Bei Reproduktionstechnologien geht es oft um Geld. Was kaum thematisiert wird, ist die Marktlogik dahinter. Dieser Schwerpunkt bietet eine kritische Analyse.

     

  • Money makes the belly round – Kinderwunsch als Globales Geschäft

    GID-Ausgabe
    277
    vom
    Mai 2026

    Was kostet eine Kinderwunsch-Behandlung? Sollten Eizell„spender*innen" entlohnt werden? Und was ist der Preis für eine Leihschwangerschaft? Bei Reproduktionstechnologien geht es oft um Geld. Was kaum thematisiert wird, ist die Marktlogik dahinter: Wer verdient am Kinderwunsch? Was wird hier alles verwertbar gemacht? Und welchen Dynamiken folgt dieser undurchsichtige Markt? Der aktuelle GID Schwerpunkt bietet eine kritische Analyse.

    Das Cover des GiD Magazins Nr. 277 (Mai 2026) zeigt Holztisch in Form einer Gebärmutter mit sechs Personen in Anzügen, die um den Tisch sitzen und mit Laptops, Dokumenten und Smartphones arbeiten

  • Mit Verschwörungsmythen gegen die Fertilitätsindustrie

    Ausschnitt: Screenshot des Artikels auf der Website des ND
    Von

    In der Zeitung nd.Die Woche vom 19.03. berichtet GeN-Mitarbeiter Jonte Lindemann von der Kinderwunschmesse "Wish for a Baby". Diese stößt auf Kritik - allerdings nicht nur auf seriöse.

  • Rezension: Schöne neue Reproduktion

    Schwarz-weiße Buchcovergestaltung mit rotem und orangefarbenem stilisiertem Auge und dem Titel 'Schwindende Welt' von Sayaka Murata
    Von
    20. Februar 2026

    In Industriestaaten steigen die Zahlen assistierter Reproduktion, die Entwicklung und Anwendung technischer Kontroll- und Selektionsverfahren nehmen zu und Forschungsprojekte zu „künstlichen Gebärmüttern“ werden vorangetrieben.