Presse

Einleitung

Auf dieser Seite finden Sie die Pressemitteilungen des Gen-ethischen Netzwerks (GeN). Eine Auswahl an Medien-Berichten über die Arbeit des GeN finden Sie hier. Wenn Sie regelmäßig von uns informiert werden wollen, schreiben Sie uns eine eMail um in unseren Presseverteiler eingetragen zu werden. Haben Sie Rückfragen zu den inhaltlichen Themen der Pressemitteilungen? Unsere MitarbeiterInnen beantworten Sie gerne .

Pressemitteilungen des GeN

  • Offener Brief an die Europäische Kommission: Fusionen von Agrarkonzernen verhindern

    (Berlin, 27. März 2017) Fast 200 Organisationen fordern die Europäische Kommission heute in einem offenen Brief auf, die Fusionspläne von Bayer und Monsanto, Dow Chemical und DuPont sowie Syngenta und ChemChina zu stoppen. Darunter sind die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Aktion Agrar, der BUND, das Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile- Lateinamerika (FDCL), FIAN Deutschland, die Freien Bäcker, das Gen-ethische Netzwerk, das INKOTA-netzwerk, die Kampagne Meine Landwirtschaft und Save Our Seeds aus Deutschland. Zur symbolischen Übergabe des Briefes versammeln sich die genannten Organisationen heute um 09:30 Uhr zu einer einstündigen Fotoaktion und Kundgebung vor der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin.

  • „Gene Drive“ made in Göttingen

    (Berlin, Hamm, München, 23. März 2017) Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), das Gen-ethische Netzwerk (GeN) und Testbiotech haben sich in einem gemeinsamen Brief an die Niedersächsische Landesregierung gewandt und um Aufklärung zur Forschung mit gentechnisch veränderten Fliegen gebeten. Anlass ist ein Interview mit Ernst Wimmer von der Universität Göttingen. Darin berichtet der Entwicklungsbiologe über Experimente mit gentechnisch veränderten Fliegen, die er in einem Labor durchgeführt hat, das nicht die vorgeschriebenen Sicherheitsstandards erfüllt. Wimmers Insekten sind gentechnisch so verändert, dass sich ihre Eigenschaften besonders schnell innerhalb der Art ausbreiten können. Experten sprechen von einem sogenannten Gene Drive. Der Mechanismus soll dafür sorgen, dass nur noch die männlichen Nachkommen fortpflanzungsfähig sind. Dadurch kann es zum Zusammenbruch der Insektenpopulation kommen.

  • Aufruf gegen Patente auf Bier gestartet

    (Berlin und München, 15. März 2017) 32 Nichtregierungsorganisationen starten heute einen Aufruf an die Politik und fordern endlich wirksame Verbote, um Patente auf Pflanzen und Tiere aus konventioneller Züchtung zu verhindern. Konkret wendet sich ihr Protest gegen Patente für die Brauereikonzerne Carlsberg und Heineken, die 2016 vom Europäischen Patentamt (EPA) erteilt wurden (EP2384110, EP2373154 und EP2575433). Sie erstrecken sich auf Gerste aus konventioneller Züchtung und deren Verwendung durch die Brauereien sowie das damit produzierte Bier. Diese Patente beruhen auf zufälligen Mutationen im Erbgut der Pflanzen. Zwar haben sowohl die EU-Kommission als auch die Regierungen der EU-Staaten jüngst noch einmal klargestellt, dass Pflanzen und Tiere aus konventioneller Zucht nicht patentiert werden dürfen, doch das Europäische Patentamt ist offenbar nicht bereit, sich in Zukunft auch daran zu halten, sondern will weiterhin Patente auf zufällige Mutationen erteilen. Die Organisationen fordern daher, dass die Politik jetzt dafür sorgt, dass die bestehenden Schlupflöcher schnellstmöglich geschlossen werden.

  • Einschätzung zur heutigen Sitzung des G-BA, Neuerscheinung GID: „Eine Stufe weiter, der G-BA und der Bluttest“

    (Berlin, 16.02.2017) In seiner heutigen Sitzung hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) das IQWiG (Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) mit der Erstellung einer Versicherteninformation beauftragt. Der G-BA geht dabei davon aus, dass diese Beauftragung das Ergebnis des seit August 2016 laufenden Methodenbewertungsverfahrens nicht vorweg nimmt.

    Das Gen-ethische Netzwerk kann diese Einschätzung nicht teilen.

  • Verbände fordern: Vorsorge statt Aufweichung. Neue Gentechnik-Verfahren als Gentechnik regeln

    (Berlin, 14. Februar 2017) Verbände aus den Bereichen Landwirtschaft, Saatgutzüchtung, Umwelt und Technikfolgenabschätzung warnen vor einer Aufweichung der Gentechnik-Gesetzgebung. Aktuell wird diskutiert, ob neue Gentechnik-Verfahren, die zum Teil erst seit wenigen Jahren bei Pflanzen genutzt werden, unter die Regelungen der EU-Gentechnik-Gesetzgebung fallen oder nicht. Mit der gemeinsamen Tagung von Leopoldina, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und Deutschem Ethikrat - „Brauchen wir eine neue Gentechnik-Definition? Naturwissenschaftliche, ethische und rechtliche Perspektiven der Regulierung genom-editierter Pflanzen“ – wird die laufende Diskussion weiter angeheizt.