Biopatente

Piktogramm: Waage mit Dollar auf der einen, Medizin und Pflanze auf der anderen Seite

Gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere werden patentiert. Das Gleiche geschieht mit Organismen, die mit - wie es im Gesetz heißt - „im Wesentlichen biologischen“ Züchtungsmethoden hergestellt wurden.

Für viele Kritiker*innen von Gen-, Bio- und Reproduktionstechnologien sind die sogenannten Biopatente Bausteine eines Wirtschaftssystems, das sie nicht akzeptieren wollen. Hier manifestiert sich Konzernmacht. Die Unternehmen wollen Kontrolle über genetische Ressourcen ausüben. Und Patentämter bevorteilen die Anmelder*innen der Patente.
Mit Systemen wie zum Beispiel Open-Source-Lizenzen sollen Alternativen angeboten und Diskussionen angestoßen werden.

Im Gen-ethischen Netzwerk setzt sich die unabhängige Initiative Kein Patent auf Leben! unablässig gegen Patente auf Gene, Zellen, Organismen und Sorten ein, auch international im Bündnis No Patents on Seeds.

Beiträge zu diesem Thema

  • KWS-Patente gefährden Pflanzenzucht in Europa

    Protest NPOS
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    Keine Patente auf Saatgut! demonstriert heute in Einbeck (Niedersachsen) anlässlich der Jahreshauptversammlung der Firma KWS. Diese hat in den letzten Jahren vermehrt Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen angemeldet, welche die freie Zucht blockieren.

  • 240.000 Unterschriften gegen Patente auf Saatgut

    240.000 Unterschriften gegen Patente
    Von
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    (23. November 2022, Berlin) Heute demonstriert das internationale Bündnis Keine Patente auf Saatgut! vor dem Bundesjustizministerium in Berlin und fordert wirkungsvolle Schritte gegen die Patentierung von Pflanzen und Tieren aus konventioneller Zucht.

  • Patente auf Gene sind ‚Lock Down‘ für konventionelle Züchtung

    Der Schrei Gemüse vor dem EPA
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    (29. Juni 2022) Ein aktuell vom Europäischen Patentamt (EPA) erteiltes Patent zeigt: Das Patentamt lässt auch zufällige genetische Variationen, wie sie beispielsweise durch Sonnenlichtstrahlung ausgelöst werden, mittlerweile als technische Erfindungen gelten. Ein neuer Bericht von NPOS zeigt die Hintergründe auf.

  • Das Krebsmaus-Patent

    Zwei weiße Labormäuse
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    Vor 30 Jahren genehmigte das Europäische Patentamt das erste Patent auf ein Säugetier: die „OncoMouse“, eine für die Forschung genetisch veränderte Labormaus.

  • Biodiversitäts-Konvention am Scheideweg?

    Sonne scheint durch das Blätterdach im Regenwald
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    Wesentliche Konfliktpunkte der „Weltnaturkonferenz“ sind zwei biotechnologischen Anwendungen: Gene Drives und Digitaler Sequenz-Information (DSI). Der FDCL und das GeN veröffentlichen ein Briefing-Papier mit Empfehlungen für Regeln zur Sicherstellung der Integrität der Natur und zum fairen Umgang mit den Erzeugnissen und dem Wissen der bäuerlichen und indigenen Gemeinschaften der Länder des globalen Südens.