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Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

(Berlin, 18. August 2016) Das GeN kritisiert vehement den heutigen Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), ein Methodenbewertungsverfahren für so genannte nicht-invasive pränataldiagnostische Tests (NIPT) einzuleiten. Damit wird deren Einführung in die Regelversorgung von Schwangeren wahrscheinlich. Das Gen-ethische Netzwerk wird sich diesem Vorhaben auch weiterhin mit allen Kräften entgegenstellen. Es kann und darf nicht sein, dass die mit einer selektiven Praxis verbundenen NIPT Routine in der Schwangerenversorgung werden!

(Berlin, 12. August 2016) In einem Offenen Brief protestiert das GeN gemeinsam mit fünf anderen Organisationen beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA): Völlig überraschend soll dort am kommenden Donnerstag, mitten in der Sommerpause, über die Einleitung eines regulären Methodenbewertungsverfahrens beraten werden, an dessen Ende voraussichtlich die Einführung von nicht-invasiven Bluttests (NIPT) in die Schwangerenversorgung stehen wird. Bisher ging die Öffentlichkeit davon aus, dass der G-BA die Bluttests probeweise in die Regelversorgung einführen will. Nun steht die reguläre Einführung auf der Tagesordnung und wir fordern: Streichen Sie den Tagesordnungspunkt unverzüglich!

(Berlin, 10. August 2016) Über 100 Nobelpreisträger unterzeichneten im Juni einen Offenen Brief, in dem sie für die Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen werben. Einen besonderen Fokus legen sie dabei auf den so genannten Goldenen Reis. Zusammen mit zahlreichen weiteren Nichtregierungsorganisationen hat das GeN heute eine Gegendarstellung veröffentlicht:

(Berlin, Juli 2016) Der Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe des Gen-ethischen Informationsdienstes (GID) im Juni 2016 trägt den Titel "Teilweise unbeachtete Agrar-Debatten - Keine zweite Wahl".

Zum Inhalt: Lebensmittelstandards, der Einsatz neuer Gentechnik-Methoden in der Saatgutzüchtung oder die digitale Speicherung genetischer Daten - die aktuelle Ausgabe des Gen-ethischen Informationsdienst (GID) beleuchtet landwirtschaftliche Debatten, die zwar brandaktuell sind aber häufig jenseits des medialen Rampenlichts verhandelt werden.

(Berlin, 5. Juli 2016) Die öffentlichen Proteste haben offenbar gewirkt: Der Bundestag wird am 8. Juli nicht wie geplant über die umstrittene AMG-Novelle abstimmen, die fremdnützige Arzneimitteltests an Menschen mit Demenz legitimieren soll. Der anstößige Tagesordungspunkt 35 ist abgesetzt. Nun soll frühestens Mitte September entschieden werden. Erwogen wird auch eine neuerliche öffentliche Anhörung. Wir werden die Entwicklung nicht aus den Augen lassen und auch im Herbst dafür streiten, dass fremdnützige Forschung an nicht Einwiligungsfähigen nicht erlaubt wird!

(Berlin, 01. Juli 2016) Am 8. Juli - in einer Woche - steht im Bundestag ein Gesetzentwurf zur Abstimmung, der fremdnützige Forschung an Menschen erlaubt, die selbst nicht in der Lage sind, deren Bedeutung, Tragweite, Nutzen und Risiken zu erkennen. Bislang war diese Forschung an so genannten nicht Einwilligungsfähgen aus guten Gründen verboten, und das muss auch so bleiben! Deshalb fordert das GeN gemeinsam mit dem Komitee für Grundrechte und BioSkop in einem Offenen Brief die Bundestagsabgeordneten auf, dem Entwurf ihre Zustimmung zu verweigern.

(München, 29. Juni 2016) Über 800.000 Unterschriften gegen Patente auf Pflanzen und Tiere werden heute in München an den Präsidenten des Verwaltungsrates des Europäischen Patentamtes (EPA), Jesper Kongstad sowie an den Vorsitzenden des Ausschusses Patentrecht, Sean Dennehey, übergeben. Die Unterschriften wurden u.a. in Deutschland, der Schweiz, Österreich, den Niederlanden, Dänemark, Schweden, Spanien, Portugal und Frankreich gesammelt. Hinter dem Appell steht ein breites Bündnis von Nichtregierungsorganisationen, darunter Campact (Deutschland), Arche Noah (Österreich), Bionext (Niederlande), Erklärung von Bern (Schweiz), WeMove (EU) und weitere Mitglieder der Koalition „Keine Patente auf Saatgut!“.

(Bad Vilbel, Berlin, Lüneburg, 21. Juni 2016) Die Maßnahmen von acht deutschen Bundes­ländern zur Überwachung des Durchwuchses von gentechnisch verändertem (GV) Raps auf Flächen, die mit dem GV-Event OXY-235 verunreinigt wurden, sind ungenügend. Dies ergaben die Antworten von sieben Landesministerien auf Nachfrage der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgut­arbeit (IG Saatgut) und dem Gen-ethischen Netzwerk (GeN). Die Organisationen fordern die Bundes­länder auf, hier nachzubessern, und eine konsequente, 20-jährige Überwachung der verun­reinig­ten Flächen sicherzustellen.

(Berlin, 21. März 2016) Aus Anlass des Welt-Down-Syndrom-Tags protestieren wir erneut gegen die möglicherweise bevorstehende Krankenkassenfinanzierung nicht-invasiver Pränataldiagnostik! In einer gemeinsamen Stellungnahme wendet sich das Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik, dem auch das GeN angehört, gemeinsam mit der Bundesvereinigung Lebenshilfe erneut gegen die Bluttests, mit denen das Risiko des Fötus' für eine Trisomie 21 errechnet wird.

(Berlin, 17. März 2016) Neue Gentechnik-Verfahren wie CRISPR*, mit denen in die Genetik von Pflanzen und Tieren eingegriffen wird, müssen als Gentechnik eingestuft werden und gemäß dem Vorsorgeprinzip einer Risikoprüfung und Kennzeichnung unterliegen. Das fordert ein breites Bündnis von Verbänden sowie die 67.000 UnterzeichnerInnen des Aufrufs „Freifahrtschein für neue Gentechnik-Verfahren? Das machen wir nicht mit, Herr Minister Schmidt!