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Stellungnahmen

Stellungnahmen

Stellungnahme des GeN zu dem Referentenentwurf eines Gesetzes über genetische Untersuchungen beim Menschen (Gendiagnostikgesetz-GenDG) anlässlich der Anhörung im Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Bonn am 30. Juli 2008.
"Genetische Diskriminierung ist in ihrer Wertigkeit mit anderen Formen von Benachteiligung gleichzusetzen. Wir betrachten ein Gendiagnostikgesetz somit nur als ersten Schritt auf dem Weg zu umfassenderen Regelungen gegen Diskriminierung aufgrund medizinischer oder prädiktiver medizinischer Informationen."
Am 21.1.2009 hat der Gesundheitsausschuss des Bundestags zu einer Anhörung zum Gendiagnostik (GenDG)-Gesetzentwurf geladen. Die spezielle Kritik des Gen-ethischen Netzwerks richtet sich gegen die migrationspolitischen Implikationen von Paragraf 17 (8) des GenDG-Entwurfs.
Die große Koalition hatte eine Gentechnikgesetzes-Novelle angekündigt,
mit der sie die Agro-Gentechnik fördern wollte. Der nun vorgelegte Entwurf ist nicht so schlimm, wie zwischenzeitlich zu befürchten war, doch wäre das geänderte Gentechnikgesetz, wie schon das aktuelle, nicht in der Lage, die gentechnikfreie Landwirtschaft zu schützen. Zudem plant die Koalition, bestimmte gentechnisch veränderte Organismen aus der Regulierung des Gentechnikgesetzes zu entlassen, was nach Ansicht des GeNs nicht zu rechtfertigen ist.
Gen-ethisches Netzwerk hält Zulassung von transgenen Maissorten durch das Bundessortenamt für äußerst bedenklich.

Das Jahr 2006 wird der bundesdeutschen Landwirtschaft eine entscheidende Änderung bringen: Am 15. Dezember hat das Bundessortenamt (BSA) erstmalig gentechnisch veränderte (gv) Pflanzensorten in das deutsche Sortenregister eingetragen und damit erstmals eine gentechnische Pflanze unbeschränkt zum Anbau freigegeben.
Aus Anlass der Vorlage eines Entwurfes für ein "Gesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen (Gendiagnostikgesetz - GenDiagG)" durch die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat das Gen-ethische Netzwerk die folgende Stellungnahme abgegeben.
(22. Januar 2008) Das Gen-ethische Netzwerk hat sich gemeinsam mit der Coordination gegen Bayer Gefahren, Verbraucherorganisationen, Umwelt- und landwirtschaftliche Verbänden an die Bundeskanzlerin und die beiden Bundesminister Horst Seehofer und Sigmar Gabriel gewandt. Die Bundesregierung soll sich gegen eine Zulassung von gentechnisch verändertem (gv) Reis aussprechen.
(25. Februar 2008) Aus Anlass verschiedener öffentlicher Äußerungen der Professorin Magda-Viola Hanke und ihres Mitarbeiters Henryk Flachowsky (vom Institut für Züchtungsforschung an gartenbaulichen Kulturen und Obst, Dresden-Pillnitz, im Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen) über die - vermeintliche - biologische Sicherheit von gentechnisch veränderten Apfelbäumen äußern sich Praktiker und Praktikerinnen aus der Obstzüchtung in einem Offenen Brief. Sie warnen davor, die Gefahren kleinzureden. Das Gen-ethische Netzwerk und andere Organisationen haben diesen Offenen Brief unterstützt.
(Februar 2008) Auch Bäume werden zunehmend in den Fokus genommen, um sie gentechnisch zu verändern. Eine breite internationale Koalition aus Gruppen des Natur- und Umweltschutzes, Organisationen aus der Entwicklungszusammenarbeit und der Unterstützung indigener Gemeinschaften und anderen - so auch das Gen-ethische Netzwerk - wendet sich mit einem Offenen Brief an die Delegierten der Konvention über die Biologische Vielfalt (CBD), die sich im Februar 2008 in Rom und im Mai des Jahres in Bonn treffen.
Kongress geGEN - für gentechnikfreie Landwirtschaft (29.9. - 2.10.1995):
Der Kongress verabschiedete die Wetterauer Erklärung. Die Unterzeichnenden fordern hierin
- eine gentechnikfreie Landwirtschaft und den Stopp der Freisetzungen,
- das Verbot der Patentierung von Leben und erkennen erteilte Patente nicht an,
- gentechnikfreie Nahrung und das allgemeine Recht der Bevölkerung auf Information.