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Amflora

Amflora

Geht es nach der Europäischen Kommission und dem Chemie- und Gentechnikunternehmen BASF, sollen schon bald gentechnisch veränderte Kartoffeln auf die Felder kommen, um industrielle Rohstoffe zu liefern. Am weitesten fortgeschritten in der Europäischen Union ist das Zulassungsverfahren für die BASF-Stärkekartoffel Amflora.
Die Kommission der Europäischen Union hat die gentechnisch veränderte Stärkekartoffel „Amflora“ des deutschen Chemiekonzerns BASF für den Anbau in der EU zugelassen - das erste Feld liegt in Mecklenburg-Vorpommern.
Bestellen Sie jetzt die Protest-Postkarte aus Anlass der Zulassung der gentechnisch veränderten Kartoffel Amflora durch die Europäische Kommission. Fordern Sie Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner auf, dem Beispiel anderer europäischer Staaten zu folgen und den Anbau von Amflora zu verbieten.
BASF hat noch keine europäische Anbau-Zulassung für seine gentechnisch veränderte (gv) Kartoffel der Sorte "Amflora" bekommen.
Bei der EU liegt ein Zulassungsantrag von BASF für den Anbau einer gentechnisch veränderten Kartoffel vor, über den die EU-UmweltministerInnen am 20. Februar entscheiden sollen. Die BASF scheint zuversichtlich, hat sie doch bereits Mitte Januar über 150 Hektar für den Anbau in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern angemeldet. Und dennoch regt sich kein Sturm der Entrüstung, geht kaum jemand auf die Barrikaden. Fünf gute Gründe, sich dennoch gegen die Zulassung der BASF-Gentech-Kartoffeln zu engagieren.
BASF baut nun schon im zweiten Jahr Saatgut ihrer gentechnisch veränderten Kartoffel Amflora an, obwohl die Genehmigung für deren Kommerzialisierung von den EU-Behörden noch nicht erteilt wurde. Über die Probleme beim Anbau und den Widerstand vor Ort gibt ein Kontrollbesuch am Feld Aufschluss.
Von Christof Potthof
Der für Agro-Gentechnik zuständige EU-Kommissar John Dally hat die gentechnisch veränderte BASF-Kartoffel „Amflora“ für den Anbau in der Europäischen Union zugelassen. Damit wurde das seit zwölf Jahren existierende Moratorium beendet.
In Zepkow liegt das einzige Amflora-Feld in ganz Deutschland. Ehrensache, dass das die FeldbefreierInnen von Gendreck-weg auf den Plan ruft. Die BASF reagiert mit einer neuen Strategie: Sie schickt ihre MitarbeiterInnen zum Demonstrieren ins mecklenburgische Feld.
Das Netzwerk Aktion GEN-Klage hat in Kooperation mit der ungarischen Nichtregierungsorganisation Justice and Environment Widerspruch gegen die Zulassung der gentechnisch veränderten Kartoffel Amflora eingelegt. Nun wird der Europäische Gerichtshof die Anbau-Genehmigung überprüfen.
Seit 2007 beschäftigt der Anbau der gentechnisch veränderten BASF-Kartoffel Amflora in den mecklenburgischen Dörfern Zepkow, Bütow und Dambeck die Bürgerinitiative „Müritzregion - gentechnikfrei“.