Materialien

Bericht über MON810 in Brandenburg - Der Anstieg der Pestizid-Nutzung - Humangenomik - GVO-Zulassungsverfahren

Bericht über MON810 in Brandenburg

Das Landesamt für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung des Landes Brandenburg hat einen Bericht zur Überwachung des Anbaus von Bt-Mais MON810 von Monsanto im Lande veröffentlicht. Der Text bezieht sich auf das Jahr 2007 und beinhaltet außerdem die Erfassung des Maiszünslerbefalls im gleichen Jahr. Im ersten der fünf Kapitel wird über Standorte und den jeweiligen Anbauumfang berichtet, ein-schließlich der Nutzung des Standortregis-ters. Anschließend wird auf das Saatgut, dessen Anbieter und Distributionswege an die Landwirte eingegangen. Beim Thema Flächenwahl und Anbau wird das Augenmerk auf die Akzeptanz und den Informationsfluss in der Nachbarschaft gerichtet. Darüber hinaus wird eine Erhebung des Zünslerbefalls in Abhängigkeit von Bodenbearbeitung, Witterung und den einzelnen Entwicklungsstadien des Mais dargestellt. Das Dokument hat 16 Seiten und wird als pdf-Datei im Internet angeboten unter: www.mluv.brandenburg.de/cms/media.php/2335/btmais…

Der Anstieg der Pestizid-Nutzung

„Who benefits from gm crops? - the rise in pesticide use“ (Wer profitiert von gentechnisch veränderten Nutzflanzen? - Der Anstieg der Pestizid-Nutzung) ist ein neuer Bericht, der von der internationalen Sektion der Freunde der Erde (Friends of the Earth - in Deutschland: BUND) und dem US-amerikanischen Zentrum für Lebensmittelsicherheit (Center for Food Safety) herausgegeben wurde. In Kapiteln zu Nord- und Südamerika, dem Einsatz von gentechnisch veränderter Baumwolle in verschiedenen Regionen der Welt und dem Anbau von transgenen Pflanzen in Europa gibt der Bericht Aufschluss über den Gehalt der These in seinem Titel. Der Bericht ist in englischer Sprache verfasst und hat 46 Seiten. Er kann aus dem Internet kostenlos heruntergeladen werden: www.foeeurope.org/GMOs/Who_Benefits/FULL_REPORT_F…

Humangenomik

Die Aktionsgruppe „ETC (Erosion, Technology and Concentration) Group“ hat den ersten von drei Berichten über die Folgen der Anwendung von Humangenomik veröffentlicht. In diesem ersten Teil geht es um DNA-Tests, die direkt auf die konsumierende Gesellschaft angewendet werden, und um den damit vermittelten „Mythos der Individualisierten Medizin“. „Direct-to-Consumer DNA Testing and the Myth of Personalized Medicine: Spit Kits, SNP Chips and Human Genomics“, in englischer Sprache, zum Herunterladen im Internet unter www.etcgroup.org /en/mate rials/publications.html

GVO-Zulassungsverfahren

Werner Müller von der Umweltschutz-Organisation „Global 2000“ hat im November 2007 in Wuppertal einen Vortrag mit dem Titel „Gentech-Zulassungsverfahren: Heimspiel der Industrie“ gehalten. Darin nahm er die europäische Zulassungsbehörde EFSA genau aufs Korn, indem er auf deren Verstöße gegen gesetzlich vorgeschriebene Prinzipien und auf unvermeidbare Fehler in der Risikoabschätzung einging. Daneben erklärte er auch gesetzliche Anforderungen an die Sicherheit transgener Organismen sowie gesundheitliche Risiken bei deren Verzehr. Dieser Vortrag wird nun von der Agrargruppe von Attac-Wuppertal als DVD, CD und als Druckversion gegen Spenden angeboten. Weitere Informationen und Bestellung auf www.attac.de/wtal-ag rar/ und Kontakt mit Dr. Wolfgang Wiebecke, Tel./Fax: 0202/6480966

Erschienen in
GID-Ausgabe
187
vom April 2008
Seite 55