Studien & Berichte
Kontaminationen in den USA
Einen Bericht über die vergangenen Kontaminationsfälle mit gentechnisch veränderten Organismen in den USA hat die ‚watchdog”-Organisation des US-Kongresses, das Government Accountability Office (GAO - etwa: Büro für Verantwortlichkeit der Regierung), im vergangenen November veröffentlicht. Dabei werden detailierte Informationen und Empfehlungen für die Zukunft präsentiert, die auch für deutsche und/oder europäische GentechnikkritikerInnen sehr interessant sind. Die Stichwörter, zum Beispiel die Handelsnamen und technischen Bezeichnungen der gentechnisch veränderten Pflanzen sind bekannt, zum Teil vertraut: Starlink, der gentechnisch veränderte Mais, der die erste globale Kontamintion verursachte, oder LL601, der Reis von Bayer, der den US-Markt für Langkornreis erschütterte. Sechs Fälle dieser Art, alle mit überregionaler, teils globaler Bedeutung bilden den Kern dieses Berichtes. Zudem wird die Kooperation zwischen den zuständigen Behörden untersucht. Der Bericht ist auf den Internetseiten des GOA-Büros zum Download bereitgestellt: www.gao.gov/new.items/d0960. pdf (109 Seiten, in englischer Sprache).
Schadensbericht Gentechnik
Der BÖLW hat den Schadensbericht Gentechnik vorgelegt, der einen Einblick in die schon heute von der Agro-Gentechnik verursachten Kosten gibt. Kontaminationsfälle und Vorsorgekosten bei denen, die die Agro-Gentechnik nicht wollen sind die beiden Hauptteile des Berichts. (Siehe auch unter Kurz notiert - Politik und Wirtschaft: „Agro-Gentechnik: Die Kosten der anderen”). Der 62-seitige Schadensbericht wurde von Christoph Then (Scouting Biotechnology) und Antje Lorch (Ifrik) verfasst und steht auf den Seiten des BÖLW zum Herunterladen bereit: www.boelw.de.
Wer profitiert von gentechnisch veränderten Pflanzen?
Das Internationale Netzwerk „Freunde der Erde” hat einen Bericht veröffentlicht, in dem der Hype um die Agro-Gentechnik der Gen- und Biotech-Industrie entlarvt wird. Alljährlich zu Jahresbeginn veröffentlicht die Biotech-Lobby-Vereinigung ISAAA ihre Sicht auf die Erfolge der Technologie (siehe www.isaaa.org). Die „Freunde der Erde” haben es sich zur Angewohnheit gemacht, zeitgleich Berichte in der Reihe „who benefits from gm crops?” (Wer profitiert von gentechnisch veränderten Pflanzen?) zu publizieren. Der diesjährige trägt den Untertitel „feeding the biotech giants not the world‛s poor” (Biotech-Konzerne werden gefüttert - nicht die Armen der Welt) und verbindet die Krise des weltweiten Landwirtschaftssystems, der Welternährung, mit den steigenden Profiten und Umsätzen der Biotech-Konzerne. In englischer Sprache zum Herunterladen von den Internetseiten der „Freunde der Erde”: www.foei.org > publications > food sovereignty.