Materialien

Magere Bilanz

Vor zehn Jahren fand der Welt-ernährungsgipfel der Vereinten Nationen statt, auf dem Initiativen und Programme beschlossen wurden, die die Zahl der chronisch Unterernährten bis 2015 halbieren sollten. 1996 betrug diese Zahl etwa 840 Millionen Menschen. Nun zeigt die Zwischenbilanz, dass die Anzahl der Unterernährten zugenommen hat (854 Millionen Menschen). Anlässlich der Sondersitzung der Welternährungsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen haben die Organisationen Brot für die Welt, FIAN Deutschland, Germanwatch und Misereor zusammen mit dem Forum Umwelt und Entwicklung die deutsche Hungerpolitik einer kritischen Analyse unterzogen. Der Bericht "Magere Bilanz ­ Deutsche Hungerpolitik zehn Jahre nach dem Welternährungsgipfel" ist unter www.forum-ue.de/fileadmin/userupload/publikatione… verfügbar.

Neue Gentechnikbroschüre

Über Gentechnik und gentechnikfreie Lebensmittel informiert eine neue Broschüre der Wiener Arbeiterkammer. Tipps zum Einkaufen und zum Kochen sind darin zu finden. Im Zentrum steht die Frage, wie man sich gentechnikfrei ernähren kann. Die Broschüre erklärt, was Gentechnik ist, welche Produkte gentechnisch verändert sein können und wie man diese beim Einkauf erkennen kann. Erhältlich ist die neue Gentechnik-Broschüre gratis bei der Arbeiterkammer Wien. Außerdem ist die Broschüre im Internet als pdf abrufbar unter http://wien.arbeiterkammer.at/pictures/d46/Gentec…. Kontakt: Tel.: 0043/1501/656311.

BUND-Broschüre

Informationen zur Gentechnik in der Landwirtschaft bietet eine neu aufgelegte Broschüre des BUND. Fragen wie: "Gentechnikfreie Produktion ­ geht das überhaupt noch?" sollen in "Informationen für Bäuerinnen und Bauern zum Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft" beantwortet werden. Zudem werden auch Erfahrungsberichte von Landwirten aus den USA, Argentinien und Kanada aufgeführt. Bestellung und Kontakt: heike.moldenhauer@bund.net, Onlineversion als pdf-Dokument: http://db.zs-intern.de/ uploads/1163685130-061116_bund_ Gentechnikinfo_%20Bauern.pdf.

Biopoli-Bildungsmappe

Bereits im Sommer ist eine überarbeite Version der Bildungsmappe des Biopoli-Projektes der BUKO Agrar Koordination erschienen. Sie umfasst Einführungen zu den Themen Biologische Vielfalt, Grüne Revolution und Agro-Gentechnik, Biopiraterie und Weltagrarhandel. Die Mappe ist eine sehr gute Arbeitsgrundlage für Menschen und Gruppen, zum Beispiel in Schulen, die sich diesen Themen nähern wollen. Sie bietet Anregungen zum Weiterrecherchieren und stellt Aufgaben, für die auch Lösungsvorschläge mitgeliefert werden. Im Rahmen des Projektes können Referentinnen und Referenten von Biopoli für Gruppen im ganzen Bundesgebiet kostenfrei gebucht werden. Über das Biopoli-Projekt mehr erfahren kann man im Internet auf den Seiten www.bukoagrar.de, telefonisch unter 040/392526 oder in dem GID-Artikel "Biopoly in der Schule", GID 177, August/September 2006.

Nein zur elektronischen Gesundheitskarte

Das Komitee für Grundrechte und Demokratie hat eine Unterschriftenkampagne gegen die elektronische Gesundheitskarte gestartet. Diese Chipkarte soll in den nächsten Monaten in Modellregionen erprobt werden, um danach flächendeckend eingeführt zu werden. In Kombination mit einem "Heilberufsausweis" ermöglicht die e-card zukünftig den Zugriff auf ein Computernetzwerk, in welchem die medizinischen Daten der BürgerInnen (PatientInnen) zentral gespeichert werden. Das Komitee für Grundrechte befürchtet eine "verstärkte Selbst- und Fremdkontrolle und Disziplinierung der PatientInnen". Die Argumente sind genauer ausgeführt in der Broschüre: Das große Gesundheitsversprechen und seine große Täuschung. Hrsg.: Komitee für Grundrechte und Demokratie, Aquinostr. 7-11, 50670 Köln, Tel.: 0221/97269-30, Fax: -31, info@grundrechtekomitee.de. An diese Adresse können sich auch noch weitere Engagierte wenden.

Kaperbrief

Der neue Kaperbrief, die Informationen der BUKO-Kampagne gegen Biopiraterie, ist erschienen. Es ist die mittlerweile achte Ausgabe und steht im Internet zum Download bereit auf den Seiten der Kampagne: www.biopiraterie.de. Kontakt für Print-Exemplare: BUKO Agrarkoordination in Hamburg, Tel.: 040/392526.

Stammzellforschung in Deutschland

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) stellt in ihrer Stellungnahme "Stammzellforschung in Deutschland ­ Möglichkeiten und Perspektiven" fest, dass die Stammzellforschung seit der Stellungnahme vom Jahr 2001 wichtige neue Erkenntnisse hervorgebracht habe. Dies gelte sowohl für das Gebiet der gewebespezifischen adulten Stammzellen, vor allem aber auch für Arbeiten mit humanen embryonalen Stammzellen. Die DFG plädiert für eine anhaltend intensive Förderung der Forschung und empfiehlt, weit reichende Änderungen am Stammzellgesetz vorzunehmen, die jeweils begründet werden. Veröffentlicht am 10.11.2006, im Internet www.dfg.de/aktuelles_presse/reden_stellungnahmen/….

Erschienen in
GID-Ausgabe
179
vom Dezember 2006
Seite 63 - 65

GID-Redaktion

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