Neue Ausgabe des GID: Agrarreform – „Weiter so‟ ist keine Option
(Berlin, 26. August 2011) Die neueste Ausgabe des Gen-ethischen Informationsdienst (GID) befasst sich in ihrem Schwerpunkt mit dem Thema Agrarreform. Eigentlich müsste es sogar heißen „Agrarreformen“ - denn an allen Ecken und Enden zündelt es in der Landwirtschaft. Die GID-Redaktion wirft gemeinsam mit ihren Autorinnen und Autoren einen kritischen Blick auf aktuelle Entwicklungen - mit und ohne Gentechnik.
Eine Bemerkung in eigener Sache vorweg: Das Gen-ethische Netzwerk feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum - vielleicht ist das auch für Sie oder Ihre Redaktion ein günstiger Anlass, den Verein, seine Zeitschrift oder seine MitarbeiterInnen zu portraitieren. Wir freuen uns über Ihr Interesse. Siehe auch: http://www.gen-ethisches-netzwerk.de/25Jahre
Aus diesem Anlass haben wir uns entschieden, den ganzen GID sofort online zu stellen - üblicherweise stellen wir ja nach Erscheinen nur einen Teil des Heftes frei verfügbar online. Wir möchten bei dieser Gelegenheit nicht verschweigen, dass es für uns - Redaktion und Verein - auch finanzielle Unterstützung von immenser Bedeutung ist: GID-Abo, GeN-Mitgliedschaft oder -Fördermitgliedschaft sind nur drei Wege. Weitere finden Sie hier
Gerne schicken wir Ihnen die aktuelle Ausgabe zur Ansicht. Vielleicht finden Sie ja Gelegenheit zu einer kritischen Würdigung.
Mit besten Wünschen,
Ihre GID-Redaktion
Der GID ist seit mehr als 25 Jahren die deutschsprachige kritische Zeitschrift zu Gentechnik, Reproduktionstechnologien und Biopolitik. +++ Den GID können Sie abonnieren! +++ Einzelpersonen zahlen für sechs Hefte und einen GID Spezial im Jahr 42 Euro.
GID 207: Das Gen-ethische Netzwerk feiert sein 25-jähriges Jubiläum - das findet natürlich auch Eingang in den GID. (online) Von der GID-Redaktion. Titelthema der aktuellen Ausgabe:
Agrarreform – „Weiter so‟ ist keine Option
„Weiter so‟ ist keine Option (Einführung)
Die Internetplattform www.weltagrarbericht.de schreibt „Unser Ernährungs-System ist eine der wichtigsten Ursachen für den Klimawandel, für das Artensterben, für Umweltvergiftung, Wasserknappheit, vermeidbare Krankheiten, Kinderarbeit, Armut und Ungerechtigkeit. Dieses System ist krank.“ Es ist also kein Wunder, wenn die 400 WissenschaftlerInnen des Weltagrarberichtes, die über einen Zeitraum von vier Jahren nach tragfähigen Konzepten für die Zukunft der globalen Landwirtschaft gesucht haben, 2008 zu dem Schluss kommen: „Weiter so” ist keine Option. (online) Von der GID-Redaktion.
Stationen einer Sternfahrt
Aktuell wird die zukünftige Agrarpolitik der Europäischen Union verhandelt. Der zuständige EU-Kommissar Dacian Ciolos hat dazu einen ersten Vorschlag vorgelegt, der nun in den Gremien der EU, im Rat und im Parlament verhandelt wird. In Deutschland haben sich Organisationen der Zivilgesellschaft zur Kampagne „Meine Landwirtschaft - unsere Wahl“ zusammengeschlossen. Die Sternfahrt der Kampagne führte auf vier Strecken zum Kanzleramt nach Berlin: „Angela, wir müssen reden!‟. (online) Von vier Sternfahrern.
Kernforderungen der Kampagne „Meine Landwirtschaft - unsere Wahl“ (online) Von der GID-Redaktion nach www.meine-landwirtschaft.de.
Grüne Wüsten
In Paraguay, im Herzen Südamerikas, spielt sich das jüngste Kapitel der Ausweitung des Anbaus gentechnisch veränderter Soja ab. Esther Leiva, Kleinbäuerin und Aktivistin, berichtete im Rahmen einer Vortragsreise von Kämpfen um Land, Gerechtigkeit und Emanzipation. Von Christof Potthof. (online)
Fleisch „Ohne GenTechnik‟
Seit 2008 gibt es die novellierte Verordnung für die Kennzeichnung „Ohne Gentechnik“. Ein Metzgermeister aus Unterfranken ist mit seinen Bauern den Weg durch die Zertifizierung gegangen. Von Christof Potthof. (online)
Mitgliedstaaten mit mehr Macht
Die Gentechnik-Regulierung in der Europäischen Union steht vor einem radikalen Wandel: Geht es nach Parlament und Kommission der EU, dann haben die Mitgliedstaaten in Zukunft deutlich erweiterte Möglichkeiten zu entscheiden, ob gentechnisch veränderte Organismen (GVO) auf ihrem Territorium angebaut werden oder nicht. Von Christof Potthof. (online)
Sozioökonomische Auswirkungen von GVO
In der Europäischen Union formieren sich die Positionen zur Berücksichtigung sozioökonomischer Aspekte des Anbaus gentechnisch veränderter Organismen im Zuge der Marktzulassung - Anmerkungen zu einem ambitionierten Unterfangen. Von Armin Spök. (online)
„Solidarische Landwirtschaft‟
Im Juli dieses Jahres wurde in Kassel der Dachverein eines Netzwerks gegründet, das eine Landwirtschaft jenseits von Gentechnik, Pestiziden, Tierquälerei und Agrobusiness fördern will. Das Netzwerk „Solidarische Landwirtschaft“ will eine bestimmte Form ökologischer Landwirtschaft propagieren und praktisch unterstützen: die Idee, dass Verbraucher und Produzenten eine vertrauensvolle Verbindung eingehen. Von Birgit Peuker. (online)
Forschungsförderung muss der Gesellschaft dienen
Mehr als einhundert Nichtregierungsorganisationen, darunter auch das Gen-ethische Netzwerk, haben sich mit einem Offenen Brief an den Kommissionspräsidenten der Europäischen Union, Manuel Barroso, gewandt. Die Gruppen fordern einen radikalen Wandel bei der Forschungsförderung der EU. Dokumentation nach www.sciencescitoyennes.org. (online)
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