Rezension: Das Gift und wir

Synthetische Pestizide sind überall. Wir finden sie zum Beispiel im Trinkwasser, aber auch in Lebensmitteln wie Getreide, Milch oder Bier. Doch der weltweite Einsatz von synthetischen Pestiziden macht das Überleben für viele Pflanzen und Tiere unmöglich und die schädlichen Wirkungen zeigen sich immer deutlicher. Sie schaden lebendigen Organismen, aber auch Gewässern und dem ganzen Ökosystem Erde. Höchste Zeit also, das Gift von den Äckern zu verbannen! Dieses Buch zeigt, wie synthetische Pestizide zur Bedrohung geworden sind und wie es ohne sie weiter gehen kann und muss. Unter den Autor*innen sind Forschende aus dem Bereich der ökologischen Landwirtschaft sowie Mitarbeitende von Umweltorganisationen. Die insgesamt 33 Autor*innen, die an diesem Sammelband mitgewirkt haben, möchten die Landwirtschaft weltweit ökologischer gestalten. Einige fordern die komplette Umstellung von der konventionellen zur biologischen Bewirtschaftung. Das Buch ist ein wichtiger und informativer Beitrag zur Debatte um die Zukunft der Landwirtschaft und bietet Inspiration für einen Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Lesenswert ist es besonders für diejenigen, die sich mehr fundierte Argumente für Diskussionen um ökologische Landwirtschaft aneignen möchten.

➤ Forster, M. / Schümann, C. (Hg.) (2020): Das Gift und wir. Wie der Tod über die Äcker kam und wie wir das Leben zurückbringen können. Frankfurt a. M.: Westend Verlag, 448 Seiten, 29,95 Euro, ISBN: 978-3-86489-294-3.

 

Pia Voelker ist Redakteurin des GID und Mitarbeiterin im GeN.

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GID Meta
Erschienen in
GID-Ausgabe
257
vom Mai 2021
Seite 37

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