Agrarpolitik

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Gentechnisch veränderte Pflanzen, Tiere und Produkte spielen in der deutschen und europäischen Landwirtschaft-, Umwelt- und Ernährungspolitik zunehmend eine Rolle. Verschiedene Akteur*innen versuchen ihre Interessen in einer Debatte aus komplexen Zusammenhängen durchzusetzen, wodurch oft kontroverse Auseinandersetzungen entstehen. Industrie- und Wissenschaftsinstitutionen begrüßen den Fortschrittsgedanke neuer Innovationen und vernachlässigen dabei häufig mögliche Risiken. Diese werden von Umweltorganisationen und Bauernverbänden aufgegriffen, die der Gentechnik oft skeptisch gegenüberstehen.

Das Gen-ethische Netzwerk versucht die unterschiedlichen Interessengruppen und ihre Motive aufzuschlüsseln. Durch eine kritische Aufarbeitung der politischen Diskurse, bringen wir die Entscheidungsprozesse an die Öffentlichkeit. Wir dienen auch als vernetzende und beratende Organisation für unterschiedliche Akteur*innen.

Beiträge zu diesem Thema

  • Solidarität mit den streikenden Milchbauern!

    (Juni 2008) Abseits unserer eigentlichen Themen wollen wir gerade im Moment deutlich machen, dass es uns nicht egal ist, was rechts und links passiert.
    Bäuerliche Landwirtschaft droht zwischen den Großen zerrieben zu werden. Das kann uns nicht egal sein.

  • Planet Diversity

    World Congress on the Future of Food and Agriculture, Bonn 12.-16. Mai 2008
    www.planet-diversity.org
    Planet Diversity - lokal, vielfältig, gentechnikfrei

  • Gentechnikgesetz: Bundesregierung verschleiert die zentralen Änderungen

    "Gentechnikgesetz vielleicht ganz abschaffen, das wäre wenigstens konsequent" "Der Bundesregierung ist es unserer Meinung nach gelungen, die zentralen Änderungen am Gentechnikgesetz zu verschleiern, indem sie die Diskussion auf den Abstand zwischen Feldern mit und ohne Gentechnik und die damit zusammenhängende Haftungsfrage reduziert hat.

  • Das neue Gentechnikgesetz

    Von
    10. Mai 2007

    Die Bundesregierung muss ein neues Gentechnikgesetz schreiben. Europäisches Recht – unter anderem die EU-Freisetzungsrichtlinie - wird in deutsches Recht übertragen. An manchen Stellen könnte Rot-Grün Spielräume der EU-Vorgaben nutzen und eigene Vorstellungen in die Novellierung einbringen. Fragen zur Haftung oder zum Monitoring jedoch sind zwischen den Regierungslagern sehr umstritten.

  • Ohne klare Haftung zahlen Bauern die Zeche

    Von
    10. Mai 2007

    Einer der zentralen Knackpunkte bei der Gentechnik-Gesetzgebung ist die Haftung. Sie ist im Sommer auf europäischer Ebene nicht einheitlich für alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union geregelt worden. Die Haftungsfrage - und dementsprechend im Vorfeld die Frage, wer für die Kosten der Trennung zwischen gentechnisch veränderten und konventionellen Produkten zahlen soll - ist auch in Deutschland bei der Novellierung des Gentechnik-Gesetzes ein sehr umstrittenes Feld. Höchste Zeit für die Bauern, für ihre Interessen einzutreten und Rechtssicherheit im Bereich der Gentechnik zu fordern.