Akademien und grüne Gentechnik
Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften hat sich mit ihrem Ansinnen, einen Beschluss der internationalen Akademien zur Unterstützung der grünen Gentechnik herbeizuführen, nicht durchsetzen können.
Auf der Generalversammlung des Inter Academy Panel (IAP) Anfang Dezember in Kairo, kam es nicht zu einer entsprechenden Abstimmung. Zur Unterstützung ihrer Idee hatte die Kommission Grüne Gentechnik der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften zwei Arbeitsberichte - "Genetically modified insect resistant crops with regard to developing countries" und "Are there health hazards for the consumer from eating genetically modified food?" vorgelegt. Eine bereits in Kairo vorliegende Beschlussvorlage soll noch einmal überarbeitet und dann im kommenden Jahr im Umlaufverfahren beschlossen werden, wofür eine Zweidrittel-Mehrheit notwendig ist. Danach könnte der Beschluss dann seitens der nationalen Akademien veröffentlicht werden. Es heißt, dass der jetzige Beschluss aufgrund von möglichen Differenzen zwischen den Hauptaussagen der Vorlage und der Ansicht von VertreterInnen aus Entwicklungsländern nicht zur Abstimmung kam. Die Grüne-Gentechnik-Kommission der deutschen Akademienunion hat in der Initiative des IAP die Führungsrolle inne, namentlich sind insbesondere die emeritierten Professoren Klaus Ammann (ehemals Basel) und Hans Walter Heldt, als Vorsitzender der Kommission Grüne Gentechnik und IAP-Delegierter, beteiligt. Sie hatten im vergangenen Mai in Berlin einen Workshop abgehalten.
Quellen:
Christof Potthof war bis Ende April 2020 Mitarbeiter im GeN und Redakteur des GID.