Broschüren

Gentechnik- und Naturschutzrecht

Im vergangenen Jahr hat der NABU unter der Leitung von Felix Ekardt, Professor für europäisches Recht an der Universität Bremen, eine Studie erstellt, die eine Übersicht über die vielfältigen gerichtlichen Auseinandersetzungen rund um die Gentechnik gibt. Außerdem zeigt sie praktische und rechtliche Probleme und bietet Lösungsansätze an. Hintergrund der Studie ist, dass die gentechnisch veränderte Maissorte MON 810 weiterhin in Naturschutzgebieten sowie in deren unmittelbarer Umgebung angebaut werden darf. In der Studie wird deutlich gezeigt, dass betroffene Naturschutzbehörden, Umweltverbände, Landwirte und Imker oft keine Chance haben, mit einer Klage vor Gericht gehört zu werden. Zu beziehen ist die Studie beim NABU Bundesverband, NABU-Infoservice, 10108 Berlin für 2,50 Euro zzgl. Versandkosten oder beim NABU-Natur-Shop (Art.-Nr. 5400), Am Eisenwerk 13, 30519 Hannover (www.nabu-natur-shop.de) oder kostenlos als PDF im Internet unter www.NABU.de/gentechnik, Kontakt: Steffi Ober, NABU-Gentechnikexpertin, Tel. 030/284984-1612 oder 0172/5254198.

Nanomedizin

Eine Studie, die im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung erstellt wurde, beleuchtet Chancen und Risiken des Einsatzes von Nanotechnologien in der Medizin. Die Autoren weisen sowohl auf die Anwendungsrisiken dieser Technologie als auch auf die Notwendigkeit einer gesellschaftspolitischen Debatte ethischer Fragen explizit hin. Sie steht zum Download bereit unter www.fes.de/bio tech. Die Studie „Nanomedizin - Chancen und Risiken” kann auch über die Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastr. 17, 10785 Berlin, Tel.: 030/26935-7058, Fax: 030/26935-9229, eMail: ilka.monheimius@fes.de bezogen werden.

Heilsversprechen

Die Ankündigungen der Gentechnik-Konzerne, schon bald könne mit gentechnisch veränderten Nutzpflanzen der Welthunger bekämpft, die Energieversorgung gesichert oder dem Klimawandel begegnet werden, halten nach Analysen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) einer Überprüfung nicht Stand. Eine von der Publizistin Ute Sprenger für den BUND erstellte Studie mit dem Titel „Die Heilsversprechen der Gentechnikindustrie - ein Realitäts-Check“ erbrachte das Ergebnis, dass Gentech-Pflanzen mit den genannten Eigenschaften in absehbarer Zeit nicht zur Marktreife kommen werden. Für die Studie ausgewertet wurden die Forschungsvorhaben dieser sechs größten Gentechnik-Unternehmen weltweit, ihre Investorenberichte sowie Daten über bereits stattfindende bzw. geplante Freisetzungen von gentechnisch veränderten Organismen. Die Studie ist online unter: www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/gentechnik/20081200_gentec… und kann beim BUND, Tel.: 0 30/27586-469 oder info@bund.net bestellt werden.

Sojarepublik Paraguay

Das Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika hat einen weiteren Bericht zum Sojaanbau in Lateinamerika herausgegeben. „Sojarepublik Paraguay? Konflikte um Land und Ernährungssouveränität” wurde von Reto Sonderegger verfasst und ist im November 2008 erschienen. 36 Seiten. Kontakt und Download: Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika - FDCL e.V., Gneisenaustraße 2a, 10961 Berlin, Tel.: 030/6934029, Fax: 030/6926590, eMail: info@fdcl.org Internet: www.fdcl.org.

Für Fleisch nicht die Bohne

Wie „Sojarepublik Paraguay” (siehe oben) widmet sich auch der Bericht „Für Fleisch nicht die Bohne. Futter und Agrarkraftstoff - Flächenkonkurenz im Doppelpack” des Bund für Umwelt und Naturschutz der protein- und ölhaltigen Sojabohne. Darin geht es um den Sojaanbau für die Erzeugung von Fleisch und Milch und für den Agrokraftstoffeinsatz in Deutschland 2007. Autorin ist Christiana Schuler, erschienen im November 2008. Der Bericht hat 38 Seiten. Kontakt und Download: BUND e.V., Bundesgeschäftsstelle, Reinhild Benning, Leiterin Agrarpolitik, Am Köllnischen Park 1, 10179 Berlin, www.bund.net.

GID Meta
Erschienen in
GID-Ausgabe
192
vom März 2009
Seite 48

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