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Frau als Mutter?

Die unterschiedliche Rollenverteilung in der Fortpflanzung wird oft als natürliche Begründung für die Geschlechterdifferenz herangezogen. Dass dies aber ein soziales und umkämpftes Phänomen ist, zeigt Daniela Heitzmann auch historisch unter Rückgriff auf die Soziologie Pierre Bourdieus.

➤ DanielaHeitzmann:Fortpflanzungund Geschlecht. Zur Konstruktion und Kategori- sierung der generativen Praxis. Transcript Verlag (2017), 366 Seiten, 34,99 Euro, ISBN 978-3-8376-3862-2.

CRISPR im Jahr 2045

Der CRISPR-Scifi-Thriller „Change Agent“ des US-amerikanischen Schriftstellers Daniel Suarez spielt in einer utopischen Welt des Jahres 2045, in der das Genome Editing nicht nur etwas Alltägliches ist, sondern der Menschheit auch Designer-Babies, Leuchtbäume, Maschinen bauende Pilze und Gene Drive-Biowaffen beschert.
➤ Daniel Suarez: Bios. Aus dem Englischen übersetzt von Cornelia Holfelder-von der Tann. Rowohlt Verlag (2017), 542 Seiten, kartoniert, 12,99 Euro, ISBN 978-3-499-29133-3.

Stammzellforschung

Ein Themenband der interdisziplinären Arbeitsgruppe Gentechnologiebericht der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften behandelt den aktuellen Stand von klinischen Anwendungen und der bioethischen Debatten zu Stammzellforschung. Ein Kapitel widmet sich auch dem Problemfeld der ungeprüften Stammzelltherapien.

➤ Martin Zenke, Lilian Marx-Stölting, Han- nah Schickl (Hg.: BBAW): Stammzellforschung - Aktuelle wissenschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen. Nomos (2018), 336 Seiten, ISBN 978-3-8487-4606- 4, doi: 10.5771/9783845287720, kostenlos als pdf auf www.nomos-elibrary.de.

Findbuch

Dieser Band ist das erste Findbuch zu den Teilbeständen der „Zentralen Bibliothek Frauenforschung, Gender- und Queer Studies“ in Hamburg und dokumentiert den Be- stand des „Archivs Bevölkerungspolitiken an weiblichen Körpern“. Das Archiv wurde von Prof. Dr. Ingrid Schneider aufgebaut und dokumentiert politische, wissenschaftliche und feministische Diskurse zu Gen- und Reproduktionstechnologien sowie angrenzende Themen (wie „Leihmutterschaft“, späte Elternschaft, Kinderlosigkeit, Bioethik, Abtrei- bung) der 1980er bis Anfang der 2000er Jahre.

➤ Dagmar Filter, Jana Reich (Hg.): Findbuch I. Bevölkerungspolitiken an weiblichen Körpern: Gentechnologie und Reproduktionsmedizin. Zentrum GenderWissen (2018), 240 Seiten, 19,00 Euro, ISBN 9783746093864.

Wirksame Gene

Genetik wirkt nicht nur biologisch, sondern genetische Informationen wirken auch auf sozialer Ebene. In einer soziologischen Studie untersucht der Wissenschaftler Bernhard Wieser die soziale Praxis genetischer Medizin. Wie kommen Menschen zu genetischem Wissen über sich selbst, wie beeinflusst dieses Wissen was sie denken, wie sie sich verhalten und ihre Kinder erziehen? Um diese Fragen zu beantworten, wurden PatientInnen befragt, die mit genetischen Testergebnissen konfrontiert wurden, Fachleute aus dem Bereich der genetischen Medizin und SozialwissenschaftlerInnen, die zu dem Thema arbeiten.

➤ Bernhard Wieser: How Genes Matter. Ge- netic Medicine as Subjectivisation Practices. Transcript Verlag (2017), 350 Seiten, 34,99 Euro, ISBN 9783837637663.

GID-Redaktion

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GID Meta
Erschienen in
GID-Ausgabe
245
vom Mai 2018
Seite 38