Agrarpolitik

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Gentechnisch veränderte Pflanzen, Tiere und Produkte spielen in der deutschen und europäischen Landwirtschaft-, Umwelt- und Ernährungspolitik zunehmend eine Rolle. Verschiedene Akteur*innen versuchen ihre Interessen in einer Debatte aus komplexen Zusammenhängen durchzusetzen, wodurch oft kontroverse Auseinandersetzungen entstehen. Industrie- und Wissenschaftsinstitutionen begrüßen den Fortschrittsgedanke neuer Innovationen und vernachlässigen dabei häufig mögliche Risiken. Diese werden von Umweltorganisationen und Bauernverbänden aufgegriffen, die der Gentechnik oft skeptisch gegenüberstehen.

Das Gen-ethische Netzwerk versucht die unterschiedlichen Interessengruppen und ihre Motive aufzuschlüsseln. Durch eine kritische Aufarbeitung der politischen Diskurse, bringen wir die Entscheidungsprozesse an die Öffentlichkeit. Wir dienen auch als vernetzende und beratende Organisation für unterschiedliche Akteur*innen.

Beiträge zu diesem Thema

  • Zeitreise - 25 Jahre Gen-ethisches Netzwerk e.V.

    In diesem September jährte sich die Gründung des GeN zum 25sten Mal. Aus diesem Anlass starten wir eine Zeitreise durch 25 Jahre Geschichte gentechnikkritische Bewegung.

  • Zwei Milliarden für den Protest

    11. Juli 2011

    Ende Mai fand in Berlin ein bemerkenswertes Pressegespräch statt. Sein Titel: „Nutzung der Grünen Gentechnik ist ethisch geboten!“ Warum sich aus diesem Anlass nicht einmal ganz unvoreingenommen folgende Frage stellen: Wenn die Gentechnik hilft, den Welthunger zu besiegen, dann sollte man sie doch auch anwenden, oder?

  • Gentechnik: Schwarz-gelb will nationalen Anbauverboten die Zähne ziehen

    (Berlin, 1. Juli 2011) Über 58.000 Bürger appellieren an ihre EU-Abgeordneten / Kommenden Dienstag stimmt das EU-Parlament über nationale Selbstbestimmung beim Anbau von Gentechnik-Pflanzen ab / FDP und Union knüpfen Zustimmung an Verwässerung des Vorschlags. Gemeinsame Pressemitteilung von: Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft, Campact, Gen-ethisches Netzwerk, Greenpeace, Interessengemeinschaft gentechnikfreies Saatgut, Save Our Seeds

  • Trittbrettfahren in Theorie und Praxis?

    Rechtsradikale Kritik an der Agro-Gentechnik - Beispiele aus Zivilgesellschaft, Parlamenten und Texten. Als Teil des Kongresses „Getrübte Biotope - Menschenfeindliche Ökologie und Biopolitik‟, der am 1. und 2. Juli 2011 in Berlin stattfindet, veranstaltet das Gen-ethische Netzwerk einen Workshop.

  • Trends der Gentech-Global Player

    Es gibt eine lange Reihe ausgesprochen guter Gründe, gegen die Agro-Gentechnik (= Gentechnik in Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion) zu sein – dafür schadet es allerdings nicht, ein bisschen über sie zu wissen. Dazu am 11. Mai 2011 eine Veranstaltung unter Beiteiligung des GeN. Diese findet statt im KuBiZ, Berlin-Weissensee, kommenden Mittwoch, 19:00 Uhr.