"Man kann niemanden dazu zwingen, ein Kind zu bekommen"

Die GeN-Mitarbeiterin Kirsten Achtelik kritisierte am 12. Oktober in einem Interview mit der Zeitung DerStandard die Idee, Menschenrechte auf Föten auszudehnen. Was das Thema Abbruch bei Behinderung betrifft, müssten Feministinnen aber genauer hinsehen.

STANDARD: Die Organisatoren vom Marsch fürs Leben fordern etwa: "Jeder Mensch, ganz gleich wie alt oder jung, groß oder klein, stark oder schwach, hat dasselbe Recht auf Leben." Da kann man nicht unbedingt widersprechen, oder?

Kirsten Achtelik: Dahinter steckt die Ansicht, dass bereits beim Verschmelzen von Ei- und Samenzelle ein Mensch entstanden sei. Die Bewegung versucht so, die herkömmliche Idee der Menschenrechte auf Föten auszudehnen. So werden zwei vermeintliche Akteure gegeneinander ausgespielt, das "ungeborene Leben" und die schwangere Person. Allein mit ihrem Namen versuchen die sogenannten Lebensschützer sich als die moralisch korrekte Bewegung darzustellen. Denn wer kann schon was dagegen haben, wenn man für das Leben ist? Sie versuchen ein Spektrum zu besetzen, in dem man gar nicht widersprechen kann.

Das gesamte Interview kann auf der Seite von DerStandard nachgelesen werden.