Der G-BA wird seine Entscheidung zur Einführung der pränatalen Bluttests auf der Grundlage von Studienergebnissen treffen. Die Anbieter werben mit einer sehr hohen Trefferquote. Doch wie gut ist die Datenlage wirklich und werden dafür auch die richtigen Fragen gestellt?
Trotz Protesten hat die Mehrheit des Bundestags einer Arzneimittelreform zugestimmt, die „gruppennützige“ Forschung mit nicht einwilligungsfähigen Proband_innen erlaubt.
Das IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) kann bei der jetzigen Datenlage keinen Nutzen von Biomarkertests bei der Entscheidung für oder gegen Chemotherapie feststellen. Skandalös also, dass die Hersteller ihre Test bisher als „sicher“ und „eindeutig“ an Brustkrebspatientinnen vermarkten konnten und dies wohl auch weiterhin tun werden.
Sie heißen Oncotype DX, MammaPrint oder EndoPredict und sie sollen helfen, Brustkrebspatientinnen die Chemotherapie zu ersparen. Ob Genexpressionstests dieses Versprechen halten, ist jedoch fraglich.
In das etablierte Wissenschaftssystem ist Bewegung geraten. Ein Blick auf Probleme und soziale Bedingungen biomedizinischer Forschung zeigt: Es ist höchste Zeit.