Wissenschaftskritik

Piktogramm: Paragraf, Erlenmeyerkolben, Faust

Wissenschaft wird von Seiten staatlicher Forschungspolitik seit Jahrzehnten als Ausgangspunkt ökonomischen Wachstums betrachtet. Die Förderpolitik zielt in erster Linie auf die Entwicklung ökonomischer Potenziale und vermarktbarer Produkte. Die kooperierende Industrie ist jedoch kein neutraler Partner, sondern beeinflusst – wie viele Studien belegen – oftmals das Ergebnis der von ihr finanzierten Forschung und die Publikation der Ergebnisse.

Durch diese zunehmende Ökonomisierung stehen auch Grundlagenforscher*innen unter dem Druck, spektakuläre Ergebnisse zu produzieren und zu vermarkten. Die Kommunikationsabteilungen wissenschaftlicher Institute tragen dazu bei, mediale Hypes und uneinlösbare Versprechen zu erzeugen. Kein Wunder also, dass Studien immer wieder zeigen, dass ein großer Teil der Forschungsergebnisse nicht reproduzierbar ist.

Beiträge zu diesem Thema

  • Genetisches Glücksspiel

    Ein Klassenzimmer: Der Kopf eines Schulkinds von hinten. Im Hintergrund verschwommen der Lehrer vor der Tafel.
    Von
    21. August 2023

    Dem kürzlich auf Deutsch erschienenen Buch der US-amerikanischen Psychologin Kathryn Paige Harden gelingt es nicht, zu zeigen, wie Genetik dazu beitragen könnte, gesellschaftliche Missstände zu lindern.

  • Frauen gegen Gentechnik

    Zwei Bücher zum Kongress Frauen gegen Gentechnik
    Von
    21. August 2023

    Der zweite Teil dieser Artikelreihe beleuchtet die Rolle feministischer Initiativen in der Anfangszeit von GID und GeN. Um auf die Konsequenzen der Gen- und Reproduktionstechnologie für Frauen aufmerksam zu machen, vernetzten sich kritische Feministinnen.

  • Gegenwissen durch Gegenöffentlichkeit

    Ausschnitt eines alten Computers. Der Bildschirm zeigt Codeschrift auf schwarzem Hintergrund.
    Von
    13. Mai 2023

    Die Gründer*innen des Gen-ethischen Informationsdienstes und die Hacker*innen des Chaos Computer Clubs vereinte Mitte der 1980er Jahre eine Idee: Der Aufbau eines Netzwerkes um Informationen frei und unzensiert zu verbreiten – eine wichtige Grundlage für die bundesdeutsche Gentechnologiekritik.

  • Keine Rassist*innen als Namensgeber*innen

    Logo Offener Brief zur Namensgebung des Universitätsklinikums und der medizinischen Fakultät Dresden mit durchstrichenem Kopf von Carl Gustav Carus
    Von
    GeN

    Das GeN unterstützt einen Offenen Brief von kritMed Dresden zur Namensgebung des Universitätsklinikums und der medizinischen Fakultät Dresden

  • Designerbabys: Bröckelndes Tabu

    Von
    GeN

    GeN-Mitarbeiterin Isabelle Bartram schrieb im Vorfeld des Third International Summit on Genome Editing in London einen Artikel für das Neue Deutschland (02.03.23), der den Stand der Technologie CRSPR-Cas9 und die Problematik rund um Keimbahneingriffe am Menschen erläutert.