Agrobusiness

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Bereits heute teilt eine knappe Handvoll Konzerne den internationalen Saatgut- und Agrarmarkt unter sich auf. Mit der Bayer AG, der BASF und der KWS Saat haben drei globale Agrarkonzerne ihren Hauptsitz in Deutschland. Propagiert wird ein kapitalintensives Landwirtschaftsmodell, das auf Gentechnik, Agrarchemie, Patenten und Exportorientierung setzt, obwohl dieses sich längst als nicht zukunftsfähig erwiesen hat. Hunderte Millionen Menschen weltweit – gerade auf dem Land – hungern, Biodiversität geht verloren, Ressourcen neigen sich ihrem Ende zu. Die Interessen der großen Konzerne stehen Saatgut- und Ernährungssouveränität im Weg, für die Partizipation, Vielfalt und Unabhängigkeit notwendig sind.

Das Gen-ethische Netzwerk setzt sich für eine bäuerliche, soziale und ökologische Landwirtschaft ein. Deshalb engagieren wir uns unter anderem im Trägerkreis der Kampagne Meine Landwirtschaft und begleiten kritisch die Entwicklungen der drei großen deutschen Firmen im Agrarsektor.

Beiträge zu diesem Thema

  • Burkina Faso: Klage gegen Monsanto

    1. Juli 2016

    Burkina Faso will künftig keine Gen-Baumwolle mehr anbauen. Denn deren Qualität ist zu schlecht. Der Saatgutriese Monsanto bleibt gelassen - noch.

    (pdf)

  • Lebensmittelstandards: Der Weisheit letzter Schluss?

    1. Juli 2016

    Politik mit dem Einkaufskorb - ein beliebter Ratschlag, der in keinem Exkurs über Welthandel und Gerechtigkeit fehlen darf. Sicherlich einer der wichtigsten Hebel, um sich für ein differenzierteres Angebot in der globalisierten Agrarwirtschaft einzusetzen. Oder?

    (pdf)

  • Bayer macht Gen-Scherereien

    Von
    2. Mai 2016

    Bayer nutzt neue Gentechnik-Verfahren in Landwirtschaft und Medizin und meldet zudem fleißig Patente an. Ein Überblick.

  • Agrarkonzerne: Wer kauft wen?

    2. Mai 2016

    Es begann im vergangenen Frühjahr mit dem Angebot des Branchenprimus Monsanto, den schweizerischen Agrarkonzern Syngenta zu übernehmen. Daraus ist ein Schachern und Feilschen geworden, das die TOP Sechs der Branche bei gleichen Marktanteilen auf drei beteiligte Konzerne zusammenschmelzen könnte.

  • Ein politischer Albtraum

    Interview mit
    29. April 2016

    In der EU tobt noch immer ein Streit um die rechtliche Einordnung von Pflanzen, die unter Verwendung neuer Gentechnik-Verfahren hergestellt wurden. Kritische Stimmen fordern eine Regulierung nach der Gentechnik-Gesetzgebung, die Biotech-Industrie hofft auf die vollständige Deregulierung. Alle warten darauf, dass die EU-Kommission ihre rechtliche Bewertung veröffentlicht.