Agrobusiness

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Bereits heute teilt eine knappe Handvoll Konzerne den internationalen Saatgut- und Agrarmarkt unter sich auf. Mit der Bayer AG, der BASF und der KWS Saat haben drei globale Agrarkonzerne ihren Hauptsitz in Deutschland. Propagiert wird ein kapitalintensives Landwirtschaftsmodell, das auf Gentechnik, Agrarchemie, Patenten und Exportorientierung setzt, obwohl dieses sich längst als nicht zukunftsfähig erwiesen hat. Hunderte Millionen Menschen weltweit – gerade auf dem Land – hungern, Biodiversität geht verloren, Ressourcen neigen sich ihrem Ende zu. Die Interessen der großen Konzerne stehen Saatgut- und Ernährungssouveränität im Weg, für die Partizipation, Vielfalt und Unabhängigkeit notwendig sind.

Das Gen-ethische Netzwerk setzt sich für eine bäuerliche, soziale und ökologische Landwirtschaft ein. Deshalb engagieren wir uns unter anderem im Trägerkreis der Kampagne Meine Landwirtschaft und begleiten kritisch die Entwicklungen der drei großen deutschen Firmen im Agrarsektor.

Beiträge zu diesem Thema

  • Glyphosat vor Gericht

    Interview mit
    3. Juli 2015

    Glyphosat ist der aktive Wirkstoff des Totalherbizids Roundup sowie anderer Totalherbizide, die beim Anbau von gentechnisch veränderten (gv) Pflanzen verwendet werden. Ende März stufte die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), eine Einrichtung der Weltgesundheitsorganisation, den Wirkstoff als „wahrscheinlich krebserregend“ ein - mitten im Prozess der Neuzulassung in Europa.

  • Hoffnungsträger Mais

    3. Juli 2015

    Gentechnisch veränderter (gv) Mais, der unempfindlich gegenüber Trockenheit gemacht wurde, hat sich in den vergangenen Jahren zum wesentlichen rhetorischen Element der Gentechnikdebatte entwickelt. Dies gilt insbesondere auch mit Blick auf den afrikanischen Kontinent. In der Praxis zeigt er sich deutlich weniger erfolgreich.

  • Was bewegt die Konzerne?

    3. Juli 2015

    Alle Welt kennt Monsanto. Viele kritisieren den Konzern - zu Recht. Doch eine Handvoll weiterer Unternehmen folgt ihm auf dem Fuße. Woran arbeiten sie und was sind ihre Strategien für die Zukunft?

  • 30 Jahre Gen-ethischer Informationsdienst

    (Berlin, 5. März 2015) Unsere Zeitschrift, der Gen-ethische Informationsdienst (GID), erscheint seit genau 30 Jahren. Vor wenigen Tagen veröffentlichten wir die neueste Ausgabe des GID. Sie widmet sich in ihrem Schwerpunkt der Berichterstattung über die Agro-Gentechnik durch die Lobbygruppe ISAAA.

  • ISAAA - Netzwerk und Projekte

    25. Februar 2015

    Der ISAAA ist - wohl oder übel - die wichtigste Quelle für Daten über die globale Verbreitung gentechnisch veränderter Pflanzen. Ein Blick in sein Netzwerk und seine Projekte zeigt, mit wem wir es zu tun haben.