Agrobusiness

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Bereits heute teilt eine knappe Handvoll Konzerne den internationalen Saatgut- und Agrarmarkt unter sich auf. Mit der Bayer AG, der BASF und der KWS Saat haben drei globale Agrarkonzerne ihren Hauptsitz in Deutschland. Propagiert wird ein kapitalintensives Landwirtschaftsmodell, das auf Gentechnik, Agrarchemie, Patenten und Exportorientierung setzt, obwohl dieses sich längst als nicht zukunftsfähig erwiesen hat. Hunderte Millionen Menschen weltweit – gerade auf dem Land – hungern, Biodiversität geht verloren, Ressourcen neigen sich ihrem Ende zu. Die Interessen der großen Konzerne stehen Saatgut- und Ernährungssouveränität im Weg, für die Partizipation, Vielfalt und Unabhängigkeit notwendig sind.

Das Gen-ethische Netzwerk setzt sich für eine bäuerliche, soziale und ökologische Landwirtschaft ein. Deshalb engagieren wir uns unter anderem im Trägerkreis der Kampagne Meine Landwirtschaft und begleiten kritisch die Entwicklungen der drei großen deutschen Firmen im Agrarsektor.

Beiträge zu diesem Thema

  • Keine Geschäfte für Monsanto

    6. März 2012

    In Frankreich ist auch dieses Jahr nicht mit einem Anbau von gentechnisch verändertem Mais zu rechnen. Als Reaktion auf die klare Position der Regierung und die anhaltenden Proteste will Monsanto kein MON810-Saatgut verkaufen.

  • Bye-bye BASF!

    6. März 2012

    Der BASF-Konzern verlegt die Zentrale seiner Agro-Gentech-Sparte in die USA und stoppt alle Produkte, die „ausschließlich auf den europäischen Markt ausgerichtet sind“.

  • Blinder Fleck Forschung

    6. März 2012

    Hinter den Debatten um MON810 und Amflora treten die von Freisetzungsversuchen ausgehenden Gefahren häufig in den Hintergrund. Diese Ausblendung ist aus fachlichen sowie taktischen Gründen ein Fehler.

  • Umkämpftes Wikipedia

    5. März 2012

    Wikipedia ist der Versuch, Wissen für viele frei zugänglich zu machen - und die Hoffnung, das subjektive Wissen der Einzelnen durch die Mitarbeit der Vielen objektiver zu machen. Was ist aber, wenn Wissen und finanzielle Interessen kollidieren? Auch in Wikipedia ist Zeit Geld oder Geld Zeit: Wer am meisten mitarbeitet, kann auch am meisten beeinflussen.

  • Bye-bye BASF Plant Science! - No single tear ...

    (Berlin, Jan, 15th, 2012) According to a report by the german weekly WirtschaftsWoche (BusinessWeek) the german chemical giant BASF Group is to relocate the headquarters of its activities in the field of plant biotechnology to the United States. "We won't bemoan the loss of this business a single tear."