Agrobusiness

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Bereits heute teilt eine knappe Handvoll Konzerne den internationalen Saatgut- und Agrarmarkt unter sich auf. Mit der Bayer AG, der BASF und der KWS Saat haben drei globale Agrarkonzerne ihren Hauptsitz in Deutschland. Propagiert wird ein kapitalintensives Landwirtschaftsmodell, das auf Gentechnik, Agrarchemie, Patenten und Exportorientierung setzt, obwohl dieses sich längst als nicht zukunftsfähig erwiesen hat. Hunderte Millionen Menschen weltweit – gerade auf dem Land – hungern, Biodiversität geht verloren, Ressourcen neigen sich ihrem Ende zu. Die Interessen der großen Konzerne stehen Saatgut- und Ernährungssouveränität im Weg, für die Partizipation, Vielfalt und Unabhängigkeit notwendig sind.

Das Gen-ethische Netzwerk setzt sich für eine bäuerliche, soziale und ökologische Landwirtschaft ein. Deshalb engagieren wir uns unter anderem im Trägerkreis der Kampagne Meine Landwirtschaft und begleiten kritisch die Entwicklungen der drei großen deutschen Firmen im Agrarsektor.

Beiträge zu diesem Thema

  • Innenansichten aus der Agro-Gentechnik-Lobby

    2. Mai 2011

    Alljährlich treffen sich Vertreterinnen und Vertreter von Behörden, aus Industrie und Wissenschaft beim InnoPlanta-Forum in Sachsen-Anhalt, um sich über die aktuelle Situation der Agro-Gentechnik auszutauschen.

  • BASF und die Wissenschaft

    2. Mai 2011

    Die BASF unterhält vielfältige Beziehungen zu öffentlichen Forschungseinrichtungen. Über Firmenaufkäufe von akademischen Spin-offs und Kooperationsbeziehungen verschafft sich der Konzern Zugang zu wissenschaftlichem Know-How. Darüber hinaus sitzen Vertreter von BASF in den Gremien, die über zukünftige Forschungsrichtlinien und damit über die Vergabe von Forschungsmitteln entscheiden.

  • EFSA: Spielwiese der Gen-Industrie

    2. Mai 2011

    Die Industrie beeinflusst die Standards für die Risikoprüfung gentechnisch veränderter Pflanzen.

  • Gentechnisch veränderte Kartoffel Amflora der BASF bleibt in Deutschland ein Ladenhüter

    (Berlin, 31. Januar 2011) Die BASF Plant Science konnte die deutschen Landwirte offenkundig weder vom Sinn noch von der Rentabilität ihrer gentechnisch veränderten Kartoffel überzeugen. Nur so ist es zu erklären, dass es in diesem Jahr in ganz Deutschland nur zu einem Anbau von zwei Hektar Amflora kommt.