DNA-Test per Post

Im ZDF-Magazin WISO vom 22.02.2021 kritisiert GeN-Mitarbeiterin Dr. Isabelle Bartram die fehlende Genauigkeit und Intransparenz privater Gentest-Anbieter. Kund*innen bezahlen die wenig informativen Ergebnisse nicht nur mit Geld, sondern auch mit der unkontrollierten Freigabe ihrer DNA-Daten.

Private Gentest-Anbieter wie AncestryDNA, MyHeritage oder 23andMe versprechen ihren Kund*innen, deren „Herkunft“ sowie ihre möglichen Verwandten durch Sequenzierung einer eingeschickten DNA-Probe zu ermittelt. Datenschutz-Experte Dr. Thilo Weichert vom Netzwerk Datenschutzexpertise und Molekularbiologin Dr. Isabelle Bartram vom Gen-ethischen Netzwerk kritisieren nicht nur die kommerzielle Weitergabe und unklare Verwendung der gesammelten DNA-Daten. Wie das Zwillingsexperiment der WISO-Redaktion bestätigt, fallen die Ergebnisse solcher Analysen ziemlich grob und bei gleicher DNA-Probe auch recht unterschiedlich aus. Auf welche DNA-Abschnitte sich die Anbieter-Firmen zur Ermittlung einer „möglichen Verwandtschaft“ wie stark fokussieren, bleibt ihr Betriebsgeheimnis. Wie wahrscheinlich und eng das mögliche Verwandtschaftsverhältnis ist, daher ebenfalls.

 

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