Agrarpolitik

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Gentechnisch veränderte Pflanzen, Tiere und Produkte spielen in der deutschen und europäischen Landwirtschaft-, Umwelt- und Ernährungspolitik zunehmend eine Rolle. Verschiedene Akteur*innen versuchen ihre Interessen in einer Debatte aus komplexen Zusammenhängen durchzusetzen, wodurch oft kontroverse Auseinandersetzungen entstehen. Industrie- und Wissenschaftsinstitutionen begrüßen den Fortschrittsgedanke neuer Innovationen und vernachlässigen dabei häufig mögliche Risiken. Diese werden von Umweltorganisationen und Bauernverbänden aufgegriffen, die der Gentechnik oft skeptisch gegenüberstehen.

Das Gen-ethische Netzwerk versucht die unterschiedlichen Interessengruppen und ihre Motive aufzuschlüsseln. Durch eine kritische Aufarbeitung der politischen Diskurse, bringen wir die Entscheidungsprozesse an die Öffentlichkeit. Wir dienen auch als vernetzende und beratende Organisation für unterschiedliche Akteur*innen.

Beiträge zu diesem Thema

  • Bundesregierung muss Vorsorge und Wahlfreiheit sichern!

    Unterschriftenübergabe BMLEH 26.11.25
    Von

    Berlin, 26. November 2025. Heute haben zwei bayrische Bäuerinnen sowie Vertreter*innen der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), BÖLW, BUND, BNN, Demeter, Gen-ethisches Netzwerk, Greenpeace, Save Our Seeds und Testbiotech eine Petition an verschiedene Bundesministerien übergeben, darunter das BMLEH, BMUKN, BMJV, BMZ und  BMWE.

  • Rezension: Landwirtschaft in der Heißzeit

    Das Cover eines Buches von Matthias Martin Becker mit dem Titel „Bodenlos – Wer wird die Welt ernähren?“. Im oberen Teil ist eine stilisierte, rissige Erdoberfläche in Beige-, Gelb- und Blautönen dargestellt, die an ausgetrockneten Boden erinnert. Darunter stehen der Titel und Untertitel „Umbrüche in Agrobusiness und Tierindustrie“. Unten rechts befindet sich das Logo des Verlags PapyRossa.
    Von
    25. November 2025

    Die Landwirtschaft ist eine der Hauptverursacher*innen schädlicher Klimagase und sieht sich gleichzeitig großen Herausforderungen bei der Anpassung an die Klimaerwärmung gegenüber. 

  • Die Illusion von Effizienz

    Ein historisches Schwarz-Weiß-Foto zeigt eine große, komplexe Bergbaumaschine in einem Steinbruch oder Tagebau. Mehrere Arbeiter in Arbeitskleidung und Mützen stehen im Vorder- und Hintergrund verteilt, einige nahe kleiner Loren auf Schienen. Die Maschine besteht aus hohen Stahlträgern, Seilen und einem großen Schaufel- oder Fördermechanismus, der sich entlang einer steilen Felswand erstreckt. Die Szene vermittelt frühe industrielle Schwerarbeit.
    Von
    25. November 2025

    Lässt sich der Einsatz von Pestiziden durch den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen reduzieren? Nein, längerfristige Analysen zeigen das Gegenteil. Um das zu erklären, ziehen US-amerikanische Wissenschaftler*innen das Jevons-Paradoxon heran und werfen einen kritischen Blick auf das System Landwirtschaft.

  • Die Ökozuchtplattform

    Drohnenaufnahme Versuchsfläche Lucia Holmer
    Von
    25. November 2025

    Um die ökologische Saatgutentwicklung zu fördern, schlägt die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft neue Wege ein. Dazu stellt sie Anbauflächen und wissenschaftliche Begleitung zur Verfügung und setzt auf die Beteiligung aller Akteur*innen entlang der Wertschöpfungskette.

  • Gentechnik gegen Armut?

    Eine Person kniet auf einem Acker und greift an eine junge Maispflanze. Zwischen den grünen Blättern stecken mehrere Geldscheine, sodass es wirkt, als würde das Geld an der Pflanze wachsen. Die Umgebung zeigt einen bäuerlichen Kontext mit Erde, Unkraut und weiteren Pflanzen im Hintergrund.
    Von
    25. November 2025

    Agrarkonzerne, Forschungsinstitute und Stiftungen profitieren von Gentechnik. Kleinbäuer*innen haben dabei das Nachsehen, wie das Beispiel Mais zeigt. Daran werden auch gelockerte Regulierungen der neuen Gentechnik nichts ändern. Was es braucht, sind Anpassungen im globalen Wissens- und Finanzierungssystem.