Agrarpolitik

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Gentechnisch veränderte Pflanzen, Tiere und Produkte spielen in der deutschen und europäischen Landwirtschaft-, Umwelt- und Ernährungspolitik zunehmend eine Rolle. Verschiedene Akteur*innen versuchen ihre Interessen in einer Debatte aus komplexen Zusammenhängen durchzusetzen, wodurch oft kontroverse Auseinandersetzungen entstehen. Industrie- und Wissenschaftsinstitutionen begrüßen den Fortschrittsgedanke neuer Innovationen und vernachlässigen dabei häufig mögliche Risiken. Diese werden von Umweltorganisationen und Bauernverbänden aufgegriffen, die der Gentechnik oft skeptisch gegenüberstehen.

Das Gen-ethische Netzwerk versucht die unterschiedlichen Interessengruppen und ihre Motive aufzuschlüsseln. Durch eine kritische Aufarbeitung der politischen Diskurse, bringen wir die Entscheidungsprozesse an die Öffentlichkeit. Wir dienen auch als vernetzende und beratende Organisation für unterschiedliche Akteur*innen.

Beiträge zu diesem Thema

  • Sicherheit für die gentechnikfreie Landwirtschaft

    Unterzeichnende Verbände des Briefes an Özdemir
    Von

    Bäuer:innen, Imker:innen, Saatguterzeuger:innen, Umweltschützer:innen und Verbraucher:innen fordern gemeinsam die Sicherung der gentechnikfreien Saatgut- und Lebensmittelerzeugung!

  • Polnischer Vorschlag zu den neuen Gentechniken ist unzureichend

    Gebäude der EU-Kommission
    Von

    (Berlin, 10.01.2025) Die polnische Ratspräsidentschaft hat einen Vorschlag erarbeitet zur Deregulierung von gentechnisch veränderten Pflanzen, die mit den neuen genomischen Techniken (NGT) verändert wurden. Dieser ignoriert die wichtigsten Kritikpunkte und geht nur auf das Thema Patente ein, mit einem vorschnellen Vorschlag.

  • Der Markt regelt das nicht

    Einkaufswagen im Supermarkt

    An der Universität Greifswald und Technischen Hochschule Nürnberg errechnen Forscher*innen die wahren Kosten von Lebensmitteln, indem auch die Folgekosten für Umwelt und Gesellschaft einkalkuliert werden. Ziel ist, zu überlegen, wie die wirklichen Lebensmittelpreise bezahlt werden können, ohne dass sie rein den Verbraucher*innen zugeschoben werden.

  • Wie nachhaltig wird Europas Landwirtschaft?

    Portraitaufnahme von Nic Lampkin. Er hat eine Halbglatze und einen grau-braunen 3-Tage-Vollbart. Er trägt ein kariertes Hemd und ein blaues Sakko darüber.
    Interview mit
    27. August 2024

    Europa 2024: Zentrale Forderungen des Green Deals werden abgelehnt, das Gentechnikgesetz soll dereguliert werden und nach den Europawahlen steht ein politischer Rechtsruck an. Im Interview spricht Dr. Nicolas Lampkin über die Auswirkungen der aktuellen Trends auf die Nachhaltigkeitsziele der europäischen Landwirtschaft.

  • Stellungnahme zur neuen Gentechnik

    Teilnehmende NGOs NGT-Stellungnahme
    Von
    GeN

    Zusammen mit 16 anderen Landwirtschafts- und Umweltorganisationen fordert das GeN in einer Stellungnahme die EU-Mitgliedstaaten auf, sich für eine verantwortungsvolle Regulierung der neuen Gentechnik einzusetzten und den Vorschlägen der französichen Behörde für Lebensmittelsicherheit ANSES zu folgen.