Agrarpolitik

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Gentechnisch veränderte Pflanzen, Tiere und Produkte spielen in der deutschen und europäischen Landwirtschaft-, Umwelt- und Ernährungspolitik zunehmend eine Rolle. Verschiedene Akteur*innen versuchen ihre Interessen in einer Debatte aus komplexen Zusammenhängen durchzusetzen, wodurch oft kontroverse Auseinandersetzungen entstehen. Industrie- und Wissenschaftsinstitutionen begrüßen den Fortschrittsgedanke neuer Innovationen und vernachlässigen dabei häufig mögliche Risiken. Diese werden von Umweltorganisationen und Bauernverbänden aufgegriffen, die der Gentechnik oft skeptisch gegenüberstehen.

Das Gen-ethische Netzwerk versucht die unterschiedlichen Interessengruppen und ihre Motive aufzuschlüsseln. Durch eine kritische Aufarbeitung der politischen Diskurse, bringen wir die Entscheidungsprozesse an die Öffentlichkeit. Wir dienen auch als vernetzende und beratende Organisation für unterschiedliche Akteur*innen.

Beiträge zu diesem Thema

  • Entscheidung in Brüssel zum gv-Mais 1507

    (Berlin, 12. Februar 2014) Gestern wurde im EU-Ministerrat über den gentechnisch veränderten Mais 1507 verhandelt. Es wurde weder eine ausreichend große Mehrheit für noch gegen die Zulassung in der EU erreicht, was dazu führt, dass - mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit - der Mais in den kommenden Wochen von der Europäischen Kommission zugelassen wird. In diesem Zusammenhang ist GeN-Mitarbeiter Christof Potthof von verschiedenen Medien (u.a. das heute journal im ZDF) um seine Einschätzungen gebeten worden.

  • Gentech-Mais 1507: Bündnis wirft Bundesregierung Wortbruch vor

    (Berlin, 5. Februar 2014) Ein Bündnis aus Gentechnik-kritischen Verbraucher-, Landwirtschafts- und Saatgut-Initiativen kritisiert die angekündigte Stimmenthaltung der Bundesregierung bei der Zulassung des Gentech-Maises 1507 in der EU scharf: „Die Stimmenthaltung bedeutet de facto ein Ja zum Gentech-Mais 1507.‟

  • Saatgut im EU-Parlament

    13. Januar 2014

    Die Überarbeitung der Regulierung des Saatgutes in Europa schreitet voran. Die Positionen liegen weit auseinander. Dabei entpuppt sich der Vorschlag der EU-Kommission als sehr industriefreundlich. Verfahrensregeln sollen zudem das Mitspracherecht der EU-Parlamentarier einschränken.

  • Wir haben es satt!

    (Berlin, Januar 2014) Ein großes Bündnis aus agrarpolitischen Verbänden, Umwelt- und Verbraucher-Organisationen, Vereinen, Verbänden und Initiativen ruft am 18. Januar 2014 gemeinsam zur vierten Großdemo „Wir haben es satt! - Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Für Alle!‟ Auch das Gen-ethische Netzwerk ist Teil dieses Bündnisses: Kommen Sie nach Berlin, demonstrieren Sie mit!