Genome Editing

Piktogramm: Erlenmeyerkolben mit Flüssigkeit und daraus hervorgehendem Molekül

Genome Editing bezeichnet neue molekularbiologische Verfahren, mit denen gezielt Veränderungen in DNA-Sequenzen vorgenommen werden sollen, um Eigenschaften von Menschen, Tieren und Pflanzen zu beeinflussen. Mit den neuen Verfahren ist das Versprechen verbunden, dass einzelne Sequenzen des Genoms – anders als bei klassischen Gentechnik-Verfahren – präzise „umgeschrieben“ würden.

In der Landwirtschaft dienen die neuen Verfahren zum Anlass, Gentechnik neu zu definieren. In der medizinischen Anwendung befeuern die neuen Verfahren alte Machbarkeitsfantasien über die mögliche Eliminierung genetisch bedingter Krankheiten.

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Beiträge zu diesem Thema

  • Drohende Deregulierung

    GID-Ausgabe
    261
    vom
    Mai 2022

    Die EU-Kommission hat 2021 einen Prozess gestartet, in dessen Folge viele der neuen Gentechnik-Anwendungen dereguliert werden könnten. Warum sollten wir unbedingt an einer Regulierung festhalten und welche Folgen hätte eine  Aufweichung des EU-Gentechnik-Rechts?

    Titelbild GID 261

  • Landwirtschaft 4.0

    Saatgut Sieb manuel
    Von

    Das Konzept der Landwirtschaft 4.0 scheint auf den erst Blick innovativ.  Ein Schritt zu einem Wandel in der Landwirtschaft ist es jedoch nicht. Zu stark ist der Glaube an Wirtschaftswachstum und technologische Lösungen. So werden alternative Ansätze wie die Agrarökologie absorbiert statt umgesetzt und die echten Probleme bleiben unangetastet. 

  • Biologische Intelligenz ‒ selbstlernende Systeme mit Problemlösungskompetenz

    Bunte Korallen unter Wasser
    Interview mit

    Die rasanten Entwicklungen der neuen Gentechnikverfahren machen es notwendig, unser Verhältnis zur Natur neu zu denken. Dabei spielt die sog. Biologische Intelligenz (BI) eine zentrale Rolle. Im Interview mit Christoph Then vom Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie (Testbiotech) sprechen wir über sein neues Buch „Biologische Intelligenz – Über Evolution, Artenschutz und Gentechnik“. Das Gespräch führte Matthias Juhas.

  • Stop Designer Babies!

    Drei Menschen stehen auf der Straße und halten Plakate.
    Von
    GeN

    Unter dem Slogan „Stop Designer Babies!“ (SDB) hat sich ein Bündnis zusammengeschlossen, das sich für ein globales Verbot von Keimbahnveränderungen und Klonen einsetzt. In einer Online-Veranstaltung am 9. März werden internationale Wissenschaftler*innen, Feminist* innen, Umweltschützer*innen und Behindertenrechtsaktivist* innen ausführlich erklären warum.

  • Ausstieg aus der Gentechnik – auf zukunftsgerichtete Innovationen setzen

    Pflanzenzucht
    Von
    GeN

    Gemeinsam mit der AbL fordert das GeN von der KWS, sich als verantwortungsbewusster Konzern für eine strenge Regulierung aller Anwendungen der neuen Gentechnikverfahren sowie für eine umfassende Risikoprüfung einzusetzen und auf zukunftsgerichtete Innovationen zu setzen.