Eingriffe in die Reproduktion haben eine lange Tradition. In der sogenannten Entwicklungszusammenarbeit firmieren bevölkerungspolitische Maßnahmen mittlerweile unter dem Titel Familienplanung. Doch wessen Interessen stehen dabei im Fokus? Welche Rolle spielt der alte Mythos der Überbevölkerung?
Der Begriff der „Entwicklungshilfe“ ist in den letzten Jahrzehnten durch „Entwicklungszusammenarbeit“ (EZ)ersetzt worden – zu paternalistisch und einseitig waren die Assoziationen. An den Machtstrukturen und Eigeninteressen dahinter hat sich aber wenig geändert. Das gilt auch im Bereich Gen- und Fortpflanzungstechnologien.
Nach einjähriger Arbeit hat die von der Bundesregierung eingesetzte „Kommission zu reproduktiver Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin“ am 15. April 2024 ihren Bericht vorgelegt.
Am Montag, den 15.04., hat die Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin nach einjähriger Arbeit ihren Abschlussbericht vorgelegt.