Agrobusiness

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Bereits heute teilt eine knappe Handvoll Konzerne den internationalen Saatgut- und Agrarmarkt unter sich auf. Mit der Bayer AG, der BASF und der KWS Saat haben drei globale Agrarkonzerne ihren Hauptsitz in Deutschland. Propagiert wird ein kapitalintensives Landwirtschaftsmodell, das auf Gentechnik, Agrarchemie, Patenten und Exportorientierung setzt, obwohl dieses sich längst als nicht zukunftsfähig erwiesen hat. Hunderte Millionen Menschen weltweit – gerade auf dem Land – hungern, Biodiversität geht verloren, Ressourcen neigen sich ihrem Ende zu. Die Interessen der großen Konzerne stehen Saatgut- und Ernährungssouveränität im Weg, für die Partizipation, Vielfalt und Unabhängigkeit notwendig sind.

Das Gen-ethische Netzwerk setzt sich für eine bäuerliche, soziale und ökologische Landwirtschaft ein. Deshalb engagieren wir uns unter anderem im Trägerkreis der Kampagne Meine Landwirtschaft und begleiten kritisch die Entwicklungen der drei großen deutschen Firmen im Agrarsektor.

Beiträge zu diesem Thema

  • Forschung im Bereich der Grünen Gentechnik

    (Berlin, 26. Januar 2015) Anlässlich der Anhörung „Forschung im Bereich der Grünen Gentechnik“ - heute im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) - hat eine Reihe von Verbänden aus den Bereichen Agrarpolitik, Umwelt-, Verbraucher- und Tierschutz gemeinsame Forderungen für die Verbesserung der Risikoforschung mit gentechnisch veränderten Pflanzen veröffentlicht. GeN-Mitarbeiter Christof Potthof, der selbst bei der Anhörung anwesend sein wird, betont in diesem Zusammenhang, dass für eine plausible Risikoforschung bis heute jede Basis fehlt: Die Gentech-Firmen bestimmen selbst darüber, wer mit ihren Pflanzen forscht - und wer nicht.

  • Wann wird die KWS Saat AG von Monsanto übernommen?

    (Berlin und Witzenhausen, 17. Dezember 2014) Wann wird die KWS Saat AG von Monsanto übernommen? ... das ist die Leitfrage, mit der ein Bündnis von kritischen Aktionärinnen und Aktionären in der morgen stattfindenden Hauptversammlung der KWS Saat AG auftreten wird.

  • Mit der Gentech-Industrie unter einer Decke

    28. August 2014

    Der Vorschlag für die sogenannte Opt out-Regulierung für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Europa muss durch das Europäische Parlament verbessert werden, wenn er nicht dazu führen soll, dass gentechnisch veränderte Herbizid-tolerante RoundupReady-Pflanzen schneller in der EU eingeführt werden können.

  • Gutes Geschäft mit Kleinbauern

    21. Mai 2014

    Die Region südlich der Sahara scheint derzeit ein Eldorado für ausländische Gentech-Lobbyisten und selbsternannte Weltenretter zu sein.

  • Rückzug aus der Agro-Gentechnik? - Kein 'Aus den Augen, aus dem Sinn'!

    (Berlin und Köln, 1. Mai 2014) Anlässlich der diesjährigen Hauptversammlung der BASF-Aktionärinnen und -Aktionäre am 2. Mai wird das Gen-ethische Netzwerk gemeinsam mit dem Dachverband der Kritischen Aktionäre und Aktiven von ATTAC aus Ludwigshafen und Mannheim gegen die Konzernstrategie des BASF-Konzerns protestieren. Zwar hat der Konzern Anfang des vergangenen Jahres die Zentrale der Pflanzenbiotechnologie-Tochterfirma „BASF Plant Science“ in die USA verlegt. „Damit ist das Problem der Nutzung der Gentechnik in der Land- und Lebensmittelwirtschaft nicht aus der Welt. Das Gen-ethische Netzwerk und andere werden den Konzern nicht aus den Augen lassen“, versichert Christof Potthof, Mitarbeiter des GeN in Berlin.