Agrobusiness

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Bereits heute teilt eine knappe Handvoll Konzerne den internationalen Saatgut- und Agrarmarkt unter sich auf. Mit der Bayer AG, der BASF und der KWS Saat haben drei globale Agrarkonzerne ihren Hauptsitz in Deutschland. Propagiert wird ein kapitalintensives Landwirtschaftsmodell, das auf Gentechnik, Agrarchemie, Patenten und Exportorientierung setzt, obwohl dieses sich längst als nicht zukunftsfähig erwiesen hat. Hunderte Millionen Menschen weltweit – gerade auf dem Land – hungern, Biodiversität geht verloren, Ressourcen neigen sich ihrem Ende zu. Die Interessen der großen Konzerne stehen Saatgut- und Ernährungssouveränität im Weg, für die Partizipation, Vielfalt und Unabhängigkeit notwendig sind.

Das Gen-ethische Netzwerk setzt sich für eine bäuerliche, soziale und ökologische Landwirtschaft ein. Deshalb engagieren wir uns unter anderem im Trägerkreis der Kampagne Meine Landwirtschaft und begleiten kritisch die Entwicklungen der drei großen deutschen Firmen im Agrarsektor.

Beiträge zu diesem Thema

  • Rückzug aus der Agro-Gentechnik? - Kein 'Aus den Augen, aus dem Sinn'!

    (Berlin und Köln, 1. Mai 2014) Anlässlich der diesjährigen Hauptversammlung der BASF-Aktionärinnen und -Aktionäre am 2. Mai wird das Gen-ethische Netzwerk gemeinsam mit dem Dachverband der Kritischen Aktionäre und Aktiven von ATTAC aus Ludwigshafen und Mannheim gegen die Konzernstrategie des BASF-Konzerns protestieren. Zwar hat der Konzern Anfang des vergangenen Jahres die Zentrale der Pflanzenbiotechnologie-Tochterfirma „BASF Plant Science“ in die USA verlegt. „Damit ist das Problem der Nutzung der Gentechnik in der Land- und Lebensmittelwirtschaft nicht aus der Welt. Das Gen-ethische Netzwerk und andere werden den Konzern nicht aus den Augen lassen“, versichert Christof Potthof, Mitarbeiter des GeN in Berlin.

  • Das Zweifeln nimmt kein Ende

    13. Januar 2014

    Die Redaktion des Fachmagazins, in dem vor mehr als einem Jahr der umstrittene, gentechnik-kritische Artikel von Séralini und KollegInnen erschienen ist, hat die Veröffentlichung zurückgezogen und damit die Diskussion um die Rolle der Wissenschaft bei der Beurteilung gentechnisch veränderter Organismen neu angefacht.

  • KWS Saat AG - nachhaltig?

  • Veranstaltung: Bergbau und Agroindustrie - Lokaler Widerstand in Dörfern und comunidades/ Gemeinden

    (November 2013) Das Gen-ethische Netzwerk und die Rosa Luxemburg Stiftung veranstalten am 12. Dezember 2013 gemeinsam einen Info-Abend zu Ressourcenkonflikten.

  • Neokoloniales Südamerika

    28. Oktober 2013

    Soja ist eine der wichtigsten Nutzpflanzen der Welt. In den Ländern Südamerikas hat der Anbau dieser Pflanze in den vergangenen Jahren massiv zugenommen. Die globale Agrarindustrie unterstützt diese Entwicklung mit intensiver Lobbyarbeit.