Agrobusiness

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Bereits heute teilt eine knappe Handvoll Konzerne den internationalen Saatgut- und Agrarmarkt unter sich auf. Mit der Bayer AG, der BASF und der KWS Saat haben drei globale Agrarkonzerne ihren Hauptsitz in Deutschland. Propagiert wird ein kapitalintensives Landwirtschaftsmodell, das auf Gentechnik, Agrarchemie, Patenten und Exportorientierung setzt, obwohl dieses sich längst als nicht zukunftsfähig erwiesen hat. Hunderte Millionen Menschen weltweit – gerade auf dem Land – hungern, Biodiversität geht verloren, Ressourcen neigen sich ihrem Ende zu. Die Interessen der großen Konzerne stehen Saatgut- und Ernährungssouveränität im Weg, für die Partizipation, Vielfalt und Unabhängigkeit notwendig sind.

Das Gen-ethische Netzwerk setzt sich für eine bäuerliche, soziale und ökologische Landwirtschaft ein. Deshalb engagieren wir uns unter anderem im Trägerkreis der Kampagne Meine Landwirtschaft und begleiten kritisch die Entwicklungen der drei großen deutschen Firmen im Agrarsektor.

Beiträge zu diesem Thema

  • Monsanto gegen BRD

    20. November 2009

    Dass Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) den gentechnisch veränderten Mais MON810 verboten hat, konnte Monsanto nicht kommentarlos hinnehmen. Der Konzern, der die Rechte an dem Mais hält und diesen auch entwickelt hat, steht nun vor Gericht einer Behörde gegenüber, die eigentlich seiner Meinung ist. Mit am Tisch: Das Vorsorgeprinzip.

  • Hybrid-Reis auf den Philippinen

    20. November 2009

    Die philippinische Regierung unterstützt die Einführung von Hybrid-Saatgut massiv und gefährdet so das traditionelle System, in dem Sorten von Landwirten angebaut, weiterentwickelt und getauscht werden.

  • No Sex on the Beach

    20. November 2009

    Fische sind die Tiere, bei denen die Gentechnik am weitesten fortgeschritten ist. Die US-Firma AquaBounty wartet zum Beispiel seit mittlerweile einem Jahrzehnt auf die Marktzulassung ihres gentechnisch veränderten Lachses. Dem Risiko der gentechnischen Kontamination will die Firma durch sterile Fische begegnen. Das könnte jedoch vor allem dem eigenen Geschäft dienen.

  • Who pays - who profits?

    Von
    20. November 2009

    Saatgutkonzerne zeigen reges Interesse an der Terminator-Technologie,obwohl sie behaupten, diese nicht einsetzen zu wollen. Zu groß scheint die Verlockung, sich mit Hilfe dieses gentechnischen Verfahrens, das die Weiternutzung von Saatgut verhindert, den globalen Saatgutmarkt einzuverleiben. Auf wessen Kosten?

  • Terminator@EU

    Von
    20. November 2009

    „Transcontainer” - transgene Pflanzen im Container - ist Name und Ziel eines EU-Projektes mit dem die politisch beschlossene Koexistenz von gentechnisch veränderten Pflanzen mit anderen Anbauformen gestützt werden soll. Seit Beginn im Jahre 2006 steht das Projekt in der internationalen Kritik. Die versprochene Transparenz wurde nur in engen Grenzen erfüllt.