Agrobusiness

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Bereits heute teilt eine knappe Handvoll Konzerne den internationalen Saatgut- und Agrarmarkt unter sich auf. Mit der Bayer AG, der BASF und der KWS Saat haben drei globale Agrarkonzerne ihren Hauptsitz in Deutschland. Propagiert wird ein kapitalintensives Landwirtschaftsmodell, das auf Gentechnik, Agrarchemie, Patenten und Exportorientierung setzt, obwohl dieses sich längst als nicht zukunftsfähig erwiesen hat. Hunderte Millionen Menschen weltweit – gerade auf dem Land – hungern, Biodiversität geht verloren, Ressourcen neigen sich ihrem Ende zu. Die Interessen der großen Konzerne stehen Saatgut- und Ernährungssouveränität im Weg, für die Partizipation, Vielfalt und Unabhängigkeit notwendig sind.

Das Gen-ethische Netzwerk setzt sich für eine bäuerliche, soziale und ökologische Landwirtschaft ein. Deshalb engagieren wir uns unter anderem im Trägerkreis der Kampagne Meine Landwirtschaft und begleiten kritisch die Entwicklungen der drei großen deutschen Firmen im Agrarsektor.

Beiträge zu diesem Thema

  • Klimawandel

    Pflanze im Reagenzglas
    Von
    9. November 2020

    Lösungsansätze aus der Agro-Gentechnik werden in den Debatten um die Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel kontrovers diskutiert. Wie steht es um die Entwicklung klimaresistenter Pflanzen mit neuen Gentechniken und welche Vorteile bieten andere Ansätze?

  • Das Huhn: große Brust und jeden Tag ein Ei

    Mit
    GeN

    Am Beispiel der Hühnermast beleuchtet ein Feature im Deutschlandfunk Kultur das Effizienzdenken im industriellen Agrobusiness. Fragen zu genetischen Ressourcen, Antibiotika und Hochleistungshybridlinien werden u.a. von GeN-Mitarbeiterin Judith Düesberg beantwortet.

  • Stellungnahme: "Open Access" zu Digitaler Sequenzinformation (DSI)

    Bücherstapel auf engem Raum
    Von

    Am 7. Oktober 2020 will das vom deutschen Ministerium für Forschung und Wissenschaft (BMBF) finanzierte WiLDSI-Projekt politisch-strategische Optionen vorstellen, mit denen die Interessen der Wissenschaft in der Debatte um die Digitale Sequenzinformation (DSI) in der Konvention über biologische Vielfalt (CBD) zur Geltung gebracht werden sollen.

  • Biopiraterie 2.0?

    Biopiraterie
    Von
    13. Mai 2020

    Die Bereitstellung von genetischen Informationen im Internet stellt die internationale Gemeinschaft vor altbekannte Fragen. Wer darf wie genetische Informationen nutzen? Das aktuelle Beispiel einer gentechnisch veränderten Kartoffel zeigt, wie schon vor einer Einigungen Tatsachen geschaffen werden.

  • Wir bleiben nicht stumm!

    Industrieanlage BASF
    Von

    Auf der Hauptversammlung von Bayer wollen wir wissen, wie der Konzern zu der Entwicklung einer neuen Art von Pestiziden, sogenannten dsRNA-Pestiziden, steht.