Die europäische „Stop Gene Drives“-Kampagne fordert ein weltweites Moratorium bzgl. der Freisetzung von Gene Drive Organismen. Dadurch soll Zeit gewonnen werden für eine dringend notwendige gesellschaftliche und politische Debatte.
Waldbäume gehören zu den ersten gentechnisch veränderten Organismen, die in die Umwelt freigesetzt wurden. Nun steht die Freisetzung einer transgenen Esskastanie in den USA bevor. Auch mit der Genschere CRISPR-Cas gibt es erste Anwendungsversuche an Bäumen. Was das für das Ökosystem Wald bedeutet ist unklar.
Die Anwendung der neuen Gentechniken wird nun auch im Naturschutz diskutiert. Viele Versprechungen sind im Umlauf, weswegen wir uns in diesem Heft kritisch mit den Risiken, Unklarheiten und ethischen Fragen auseinandersetzen.
Neue Gentechniken zielen zunehmend auf Anwendungen im Natur- und Artenschutz ab. Mit welchem Risiko? Naturschützer*innen sollten die Debatte nicht scheuen.
Sie sollten sich einmischen – dringlicher denn je.
Der Mensch hat zum Aussterben vieler Arten beigetragen. Aber: verschiedene Technologien sollen diese zurückbringen und die Biodiversität erhöhen. Torill Kornfeldt besuchte mehrere solcher Projekte und sprach mit Wissenschaftler*innen über Motivation, Vorgehen und Probleme.