Anbau

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Soja, Mais, Raps und Baumwolle – das sind die industriellen Nutzpflanzen, die über 95 Prozent der gentechnisch veränderten Pflanzen weltweit ausmachen. Die wichtigsten eingeführten Eigenschaften sind Toleranzen gegenüber einem oder mehreren Herbiziden und die Fähigkeit zur Produktion von Insektengiften.

Mit der Verwendung der herbizidtoleranten Pflanzen ist der Einsatz der entsprechenden chemischen Mittel massiv angestiegen. Durch Mehrfachresistenzen werden unterschiedliche und auch wieder schädlichere Herbizide ausgebracht, die vor allem in den Ländern des Globalen Südens in hohen Mengen eingesetzt werden. Es wird häufig von negativen Effekten auf das Ökosystem und Menschen sowie Resistenzen gegenüber den Stoffen berichtet.

Das Gen-ethische Netzwerk setzt sich für eine strikte Regulierung von Gentechnik im Anbau ein. Wir fordern die Förderung, Forschung und Umsetzung eines Landwirtschaftsmodels, das nicht auf Gentechnik und Pestizide setzt, sondern agrarökologische Anbaumethoden, Saatgut- und Ernährungssouveränität ins Zentrum stellt.

 

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Beiträge zu diesem Thema

  • Rezension: Die Hoffnung, das Hier und Jetzt zu verändern

    Cover des Buches "Murray Bookchin und die soziale Ökologie – Eine intellektuelle Biografie" von Gerber. Das Cover zeigt eine Schwarz-weiß-Fotografie eines Mannes mit erhobenem Arm vor einem Mikrofon auf einem Podium.
    Von
    11. Mai 2026

    Die soziale Ökologie analysiert die Interaktionen zwischen sozialen und natürlichen Systemen. Zu ihren Pionier*innen zählt Murray Bookchin, der als einer der ersten Linken den Klimawandel und die Umweltkrisen in den Mittelpunkt seiner Theorien stellte.

  • Give Peas a Chance?

    Screenshot der KURT-Webseite
    Von
    GeN

    Ein Artikel im KURT Magazin über Gentechnik in der Landwirtschaft am 6.6.2025 zitiert unsere Mitarbeiterin Judith Düesberg: „Die Debatte wird oft aus einer sehr naturwissenschaftlichen Perspektive geführt“, so Düesberg.

  • Chemischer Kolonialismus

    Zu sehen ist ein Bild von Larissa Bombardi mit verschränkten Armen
    Interview mit
    28. Mai 2024

    Viele Pestizide werden zwar in der EU produziert, ihr Einsatz ist aber 
    innerhalb der EU verboten, und so werden diese in Länder des Globalen 
    Südens exportiert. Unter anderem nach Brasilien, wo sie zu enormen 
    gesundheitlichen Schäden in der Bevölkerung führen. 
     

  • Stickstofffixierung im Visier der Agrarkonzerne

    Von
    6. Februar 2024

    Noch spielen Produkte mit gentechnisch veränderten Mikroben in der Landwirtschaft kaum eine Rolle. Doch immer mehr Firmen setzen Gentechnik und Genomeditierung ein, um mikrobielle Dünger und Pflanzenschutzmittel zu entwickeln. Zeit, einen Blick auf die Entwicklungen zu werfen.

  • Neue Gentechnik - neue Möglichkeiten?

    Pflanze im Reagenzglas
    Von

    Das Potenzial der neuen Gentechnik (NGT) ist groß. Doch es sind letztendlich Saatgutkonzerne, Wissenschaftler*innen und politische Richtlinien die bestimmen, für welche Zwecke die Technologie genutzt wird. Welche gentechnisch veränderten Pflanzen erwarten uns und welche nicht?