Anbau

Piktogramm: Keimender Samen in Petrischale

Soja, Mais, Raps und Baumwolle – das sind die industriellen Nutzpflanzen, die über 95 Prozent der gentechnisch veränderten Pflanzen weltweit ausmachen. Die wichtigsten eingeführten Eigenschaften sind Toleranzen gegenüber einem oder mehreren Herbiziden und die Fähigkeit zur Produktion von Insektengiften.

Mit der Verwendung der herbizidtoleranten Pflanzen ist der Einsatz der entsprechenden chemischen Mittel massiv angestiegen. Durch Mehrfachresistenzen werden unterschiedliche und auch wieder schädlichere Herbizide ausgebracht, die vor allem in den Ländern des Globalen Südens in hohen Mengen eingesetzt werden. Es wird häufig von negativen Effekten auf das Ökosystem und Menschen sowie Resistenzen gegenüber den Stoffen berichtet.

Das Gen-ethische Netzwerk setzt sich für eine strikte Regulierung von Gentechnik im Anbau ein. Wir fordern die Förderung, Forschung und Umsetzung eines Landwirtschaftsmodels, das nicht auf Gentechnik und Pestizide setzt, sondern agrarökologische Anbaumethoden, Saatgut- und Ernährungssouveränität ins Zentrum stellt.

 

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Beiträge zu diesem Thema

  • Blaues Gold

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    Von
    8. November 2023

    Dürre und Trockenheit treten immer häufiger in Europa auf. Damit wird die Frage nach einer klimaresilienten Nahrungsproduktion immer lauter. Welche Ansätze bieten langfristige Lösungen, um unsere Landwirtschaft an die drohende Wasserknappheit in Europa anzupassen?

  • Rosa Sojabohnen und Mais mit Blutgeschmack

    Soybean
    Von
    21. August 2023

    Weltweit setzen immer mehr Firmen auf Molecular Farming, um Produkte für die Lebensmittelindustrie herzustellen. Dabei wollen sie in Nahrungsmittelpflanzen auch Tierproteine erzeugen, die Allergien auslösen können. In den USA hat die Lebensmittelbehörde die Firmen jetzt vor den Risiken gewarnt.

  • Gentechnik gegen den Welthunger?

    Von
    GeN

    Verschiedene globale Krisen verschärfen den Hunger und die Mangelernährung auf der Welt. Die Sorge um die Welternährung dient dabei vielen, um Biotechnologien wie die Gentechnik in der Landwirtschaft anzupreisen. GeN-Mitarbeiterin Judith Düesberg analysiert für die Rosa Luxemburg Stiftung einige neue Projekte im Globalen Süden, die mit dieser Argumentation begründet wurden.

  • Ökologische Risiken der neuen Gentechniken

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    Von
    13. Mai 2023

    Die neuen Gentechniken ermöglichen einen präziseren Eingriff ins Genom als andere Techniken. Ihre Möglichkeiten und Nebeneffekte sind mit potenziellen Risiken für Mensch und Umwelt verbunden – wie aktuelle wissenschaftliche Studien zeigen.

  • Technologische Fixes für wicked problems?

    Zu sehen sind mehrere Reihen Salat in einem Gewächshaus, die in einem hydroponischen System angebaut werden.

    Zwei Beispiele zeigen, wie die Idee einer einfachen technologischen Lösung für sozial-ökonomische und sozial-ökologische Herausforderungen allen Widersprüchen trotzt. Diese Vorstellung von technologischen Ansätzen steht einer wirklichen Problemanalyse und nachhaltigen Transformation im Wege.