Reprotechnologien

Piktogramm: Petrischale mit Eizelle und Spermien

Eizell„spende“ und „Leihmutterschaft“ sind in Deutschland verboten, das regelt das Embryonenschutzgesetz (EschG). Um solche Reproduktionstechnologien dennoch zu nutzen, reisen Schätzungen zufolge jedes Jahr bis zu 3.000 deutsche Paare ins Ausland. Der starke Kinderwunsch dieser Paare, das vermeintliche Kindeswohl, die mit dem Reproduktionstourismus verbundenen Probleme, ein postuliertes „Recht“ auf ein eigenes Kind – diese Argumente werden von unterschiedlichen Gruppen verstärkt vorgebracht, um die Verabschiedung eines „modernen“, liberalen Fortpflanzungsmedizingesetzes voranzubringen.

Selten thematisiert werden die geringen Erfolgsaussichten reproduktiver Technologien und alternative Möglichkeiten der Familiengründung wie Pflegekinder oder Co-Parenting. Die Probleme und Rechte von „Spenderinnen“ und „Leihmüttern“ kommen in diesen Diskursen noch weniger vor.

Beiträge zu diesem Thema

  • Mit Verschwörungsmythen gegen die Fertilitätsindustrie

    Ausschnitt: Screenshot des Artikels auf der Website des ND
    Von

    In der Zeitung nd.Die Woche vom 19.03. berichtet GeN-Mitarbeiter Jonte Lindemann von der Kinderwunschmesse "Wish for a Baby". Diese stößt auf Kritik - allerdings nicht nur auf seriöse.

  • Rezension: Schöne neue Reproduktion

    Schwarz-weiße Buchcovergestaltung mit rotem und orangefarbenem stilisiertem Auge und dem Titel 'Schwindende Welt' von Sayaka Murata
    Von
    20. Februar 2026

    In Industriestaaten steigen die Zahlen assistierter Reproduktion, die Entwicklung und Anwendung technischer Kontroll- und Selektionsverfahren nehmen zu und Forschungsprojekte zu „künstlichen Gebärmüttern“ werden vorangetrieben. 

  • Die Eugenik der Tech-Milliardäre

    Screenshot der ND-Webseite
    Von
    GeN

    In der Zeitung nd.Die Woche vom 26.11. macht GeN-Mitarbeiterin Dr. Isabelle Bartram auf Silicon Valley Start-ups aufmerksam, welche die gentechnische Veränderung von Kindern kommerzialisiern wollen. Ihr Angebot ist unterfüttert von den eugenischen Gesellschaftsvorstellungen von Teilen der US-amerikanischen Tech-Eliten.

  • Rezension: Schicksalsgemeinschaft Fertilitätsbehandlung

    Cover von Hello Baby: Seitenblasenförmiges Baby vor lila Hintergrund
    Von
    25. November 2025

    In ihrem Roman „Hello Baby“ lässt die südkoreanische Autorin Kim Eui-kyung sechs ganz unterschiedliche Frauen aufeinandertreffen – von der erfolgreichen Anwältin bis zur Hausfrau.

  • Gesetzliche Unstimmigkeiten

    Von
    25. November 2025

    Obwohl die sogenannte embryopathische Indikation Mitte der 1990er Jahre entfiel, finden Abbrüche nach pränataler Diagnostik weiterhin statt – nun bloß verdeckter. Mit dieser Problemverschiebung beschäftigt sich der zweite Artikel einer Reihe zum Thema Fetozid nach auffälligen pränatalen Befunden.