Reprotechnologien

Piktogramm: Petrischale mit Eizelle und Spermien

Eizell„spende“ und „Leihmutterschaft“ sind in Deutschland verboten, das regelt das Embryonenschutzgesetz (EschG). Um solche Reproduktionstechnologien dennoch zu nutzen, reisen Schätzungen zufolge jedes Jahr bis zu 3.000 deutsche Paare ins Ausland. Der starke Kinderwunsch dieser Paare, das vermeintliche Kindeswohl, die mit dem Reproduktionstourismus verbundenen Probleme, ein postuliertes „Recht“ auf ein eigenes Kind – diese Argumente werden von unterschiedlichen Gruppen verstärkt vorgebracht, um die Verabschiedung eines „modernen“, liberalen Fortpflanzungsmedizingesetzes voranzubringen.

Selten thematisiert werden die geringen Erfolgsaussichten reproduktiver Technologien und alternative Möglichkeiten der Familiengründung wie Pflegekinder oder Co-Parenting. Die Probleme und Rechte von „Spenderinnen“ und „Leihmüttern“ kommen in diesen Diskursen noch weniger vor.

Beiträge zu diesem Thema

  • Die ‚Leihmütter‘ der Ukraine

    Babybetten und BioTexCom Mitarbeiter*innen in einem Luftschutzbunker in Kiew.
    Von

    Die russische Invasion hat viele Menschen in der Ukraine vor eine schwierige Entscheidung gestellt: Fliehen und alles zurücklassen oder bleiben und das eigene Leben riskieren? Was bedeutet diese Situation für die vielen Frauen, die Kinder für ausländische Paare austragen und für den ukrainischen Leihmutterschaftsmarkt?

  • ‚Eizellspenderinnen‘ jenseits biologischer Verwertbarkeit

    Foto von Jenny by Tamara Sánchez Pérez
    Von
    18. Februar 2022

    Die ‚Eizellspende‘ wird in der Fachsprache auch unter dem Begriff Drittparteienreproduktion verhandelt. In diesem letzten Artikel der dreiteiligen Reihe gehe ich diesem Begriff nach und zeige auf, welche konkreten Geschichten hinter den in Spanien anonym gehaltenen ‚Drittparteien‘ stecken.

  • "Eizellspende" und "Leihmütter"

    Von
    GeN

    Für die Sendung Tag für Tag vom Deutschlandfunk spricht Burkhard Schäfers mit Taleo Stüwe vom GeN und Reiner Anselm über die Pläne der neuen Bundesregierung im Bereich der Reproduktionsmedizin.

  • Eizellspende muss verboten und Gentechnik reguliert bleiben!

    Das Reichstagsgebäude in Berlin
    Von
    GeN

    Der Koalitionsvertrag wird an vielen Stellen sehr konkret, beispielsweise in Bezug auf Reproduktionstechnologien – das begrüßen wir. Allerdings fehlen an anderer Stelle, beispielsweise zur Gentechnikregulierung, klare Bekenntnisse.

  • Selektive assistierte Reproduktion

    Tamara Sánchez Pérez
    Von
    9. November 2021

    Die Anwendung von genetischen Träger*innentests ist in den Verfahren der assistierten Reproduktion in Spanien mittlerweile an der Tagesordnung. Gerade im Zusammenhang mit der „Eizellspende“ zeigen sich jedoch die Tücken dieser Gentests.