Genome Editing

Piktogramm: Erlenmeyerkolben mit Flüssigkeit und daraus hervorgehendem Molekül

Genome Editing bezeichnet neue molekularbiologische Verfahren, mit denen gezielt Veränderungen in DNA-Sequenzen vorgenommen werden sollen, um Eigenschaften von Menschen, Tieren und Pflanzen zu beeinflussen. Mit den neuen Verfahren ist das Versprechen verbunden, dass einzelne Sequenzen des Genoms – anders als bei klassischen Gentechnik-Verfahren – präzise „umgeschrieben“ würden.

In der Landwirtschaft dienen die neuen Verfahren zum Anlass, Gentechnik neu zu definieren. In der medizinischen Anwendung befeuern die neuen Verfahren alte Machbarkeitsfantasien über die mögliche Eliminierung genetisch bedingter Krankheiten.

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Beiträge zu diesem Thema

  • Wie seit 30 Jahren: Gentechnik als Gentechnik regulieren

    Freisetzungsversuch mit gentechnisch veränderten Petunien
    Von
    GeN

    (Berlin, 16. Mai 2019) Heute vor dreißig Jahren wurde in Deutschland erstmals die Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen genehmigt. Diesen Jahrestag nimmt das Gen-ethische Netzwerk (GeN) zum Anlass, um auf aktuelle Entwicklungen in der Agro-Gentechnik aufmerksam zu machen.

  • Den CRISPR-Wettlauf bremsen

    Emmanuelle Charpentier mit erhobenen Händen
    Von

    Führende Wissenschaftler*innen befürworten einen vorrübergehenden globalen Verzicht auf vererbbares Genome Editing beim Menschen. Eine solche Pause könnte den Raum für eine grundlegegende Debatte über die Risiken der Technologie bieten.

  • Einzel- oder Präzedenzfall?

    Von
    28. Februar 2019

    Ein chinesischer Wissenschaftler hat im Alleingang die ersten mittels CRISPR-Cas9 genmanipulierten Kinder erzeugt. Wissenschaft und Öffentlichkeit reagieren schockiert, doch noch ist unklar, ob der Vorstoß zu der notwendigen grundsätzlichen Debatte über vererbbares Genome Editing führen wird.

  • Genetische Kettenreaktion beschränkt

    Von
    27. Februar 2019

    Die internationale Staatengemeinschaft hat im Dezember letzten Jahres Regeln für die Nutzung sogenannter Gene Drive-Organismen aufgestellt. Zivilgesellschaftliche Gruppen kommentieren das Ergebnis der Verhandlungen unterschiedlich.

  • Insect Allies?

    Grashüpfer
    Von
    27. Februar 2019

    Grashüpfer und Blattläuse sollen gentechnisch veränderte (gv) Viren auf Feldern verteilen, um die Feldfrüchte an sich wandelnde Umweltbedingungen anzupassen. Daran arbeiten Wissenschaftler*innen in einem US-amerikanischen Forschungsprogramm. Eine Gruppe von Autor*innen zweifelt an dem landwirtschaftlichen Nutzen dieser Technik und mahnt zur Aufmerksamkeit – es könnte auch um Biowaffen gehen.